Der Weg des Arkanen – Dalaran und seine Geschichte

Weg des Arkanen - Dalaran und seine Geschichte
Das erste Buch der Buchreihe "Der Weg des Arkanen" von Hocharkanistin Theleniel Thas’Serrar. Der Band "Dalaran und seine Geschichte" befasst sich mit der Geschichte Dalarans, der durch die Kirin Tor repräsentierten Magokratie und dem kulturellen und politischen Bezug Dalarans zu anderen Institutionen der arkanmagischen Wissenschaften.

Inhalt


Vorwort

Dieser Konsens und dieses Werk wurden mit Inspiration durch Unterlagen, welche bei den Kirin Tor und in Dalaran vorliegen, geschaffen. Somit ist die Orientierung auch bereits festgelegt – Dalaran, Kirin Tor und nicht Sturmwind. Da hier klare Unterschiede in der Lehre liegen, welche regional unterschiedlich durchgeführt wird, sollte dies im ersten Teil des Buches auch Erwähnung finden.

Ich selbst, mit meiner Herkunft aus Dalaran und Teil der Kirin Tor, spiegle somit meine eigene Lehre in diesem Buch und den nachfolgenden der Reihe wider. Was ich in Dalaran lernte, was ich studierte und zudem, welche Thesen ich in meiner Spezialisierung als Arkanist und somit Fokus der Theorie, nachverfolgte.

Viele Bereiche werden somit in der Theorie untersucht und hier niedergeschrieben, stellen Thesen dar, welche gerade regional doch unterschiedlich ausfallen mögen, so ist nach wie vor die Ansicht der Lehre ein fundamentaler Unterschied in der Ansicht auf die Magie.

Somit sei zuletzt festgestellt, dass diese Werke nicht versuchen, das Recht, die absolute Wahrheit darzustellen, erheben. Sie stellen einen Stand der Forschung und die Ansichten aus Dalaran dar.


Dalaran – Geschichte

Etwa zum Jahr 2.700 vor Öffnung des dunklen Portals, nach den ersten Trollkriegen, expandierten die Menschen von Arathor ihr Reich in Größe und Macht. Nach dem Tod des großen Königs Thoradin, gründeten sich daher neue Stadtstaaten in der umliegenden Wildnis, darunter das Königreich Dalaran. Nahe dem Herzen von Arathor errichtet und gegründet, war Dalaran schnell als großes Handelszentrum geflutet von Einfluss und Reichtum. Zu dieser Zeit lebten die meisten Menschenmagier noch in Strom, verließen dies jedoch, als man dort zu restriktiv mit dem Thema der Magie wurde, denn zur Erinnerung: In den Geschichten der Quel’dorei waren die Menschen vor allem so effektiv gegen die Trolle, obwohl sie erst seit kurzem die Magie lernten, weil sie gänzlich zügellos und ohne Rücksicht agierten, etwas, das die Elfen aus Gründen der Vermeidung, das Aufsehen der Brennenden Legion zu erregen, natürlich vermieden.

Als die Einwohner von Dalaran zu diesem Zeitpunkt Ardogan als Vorsteher der Stadt und Administration wählten, begann unter ihm die Expansion in Sachen Magie und hin zu einem eigenen Stadtstaat. Jahr für Jahr zogen die Magier aus ganz Arathor immer mehr nach Dalaran, vor allem, nachdem Ardogan es als Paradies für Magier, frei von Vorurteilen und offener in Sachen Regularien, stellte. Nachdem die Magier die Stadt begannen zu bevölkern, baute diese sich zu einem Zentrum des Wissens, einer Stadt der Magie und des Lernens der Magie auf. Mit der Magie als Hilfe expandierte die Stadt nur mehr. Ardogan und die Magier gründeten daher die erste Magokratie als Regierung der Stadt
Hierbei sei jedoch noch nicht das Wort und die Form der Magokratie erwähnt. Diese selbst bedeutet eine Gesellschaft, in welcher ein Magier herrscht und Macht im politischen und gesellschaftlichen Bereich an das Ausüben von Magie gebunden ist.

Obwohl die Stadtbevölkerung nur zu einem kleinen Anteil aus Magiern bestand, waren doch die wenigen ein großer Grund für viele, welche Schutz, Handel und mehr suchten. Kriminalität war faktisch nicht existent, die Gefahren von außen nicht relevant, Dalaran wurde zu einem dekadenten Paradies. Hierbei seien jedoch noch das Wort und die Form der Magokratie erwähnt.


Die Magokratie und die Kirin Tor

Zum einen bedingt durch die Nutzung der Magie, zum anderen natürlich durch die Lage, entwickelte sich zwischen Dalaran und Silbermond, somit Quel’thalas, eine gewisse Freundschaft. Über die Zeit, kamen immer wieder Quel’dorei, bis hin zum Prinzen Kael’thas selbst, zum temporären Leben, Studieren bis hin zum Regieren und Verwalten der Stadt, in diese und halfen der magischen Stadt bei weiterer Entwicklung. Einige dieser Elfen, waren sogar jene, welche einst den Menschen erste Schritte der Magie zeigten und dies nun bei den Gnomen, Zwergen und sogar den Goblins in Dalaran, fortsetzten.

Wie die anderen Stadtstaaten wuchs auch Dalaran immer weiter, bis es wie alle anderen mehr eine Insel in Sachen Kultur, Glaube und Struktur statt Teil eines großen Reiches war. In Dalaran entwickelte sich dadurch jedoch ein gänzlich eigenes Problem. Durch die unregulierte Nutzung der Magie, wie einst gegen die Trolle, brach die Realität selbst um die Stadt immer wieder auf. Wie die Quel’dorei es erwartet hatten, war dies wie ein Leuchtfeuer, welches dann durch kleine Risse begann, das Gebiet um Dalaran anzugreifen.

Dieser Zustand verschlimmerte sich, bis die Magokratie selbst sich an das Königreich Quel’thalas wandte und um Hilfe ersuchte. Dieses Ereignis, bekannt als die „Einberufung von Silbermond“ oder auch der „Rat von Silbermond“, war zugleich auch der Titel über den führenden Rat der Quel’dorei, wenngleich die Sonnenläufer als Königslinie die größte Macht in diesem Rat innehatten.

Die entsandten Magier der Hochelfen untersuchten das Problem und stellten eben fest, dass die ungezügelte Nutzung der Magie, die brennende Legion immer mehr anzog. Es würde schlechter werden, sofern die Menschen keine Regularien und Gesetze für Magie, wie in Quel’thalas üblich, erlassen und durchsetzen würden. Was die Folgen davon waren, wurde der Magokratie bewusst: Ihre größten Denker und Wissenschaftler würden sich behindert fühlen, vielleicht würden solche Gesetze, wie sie notwendig waren, sogar Dalaran selbst an den Rand seines Endes bringen.

Statt somit restriktive Regularien und Lehren in diesem Bereich einzuführen, gründeten die Hochelfen zusammen mit Dalaran, den Rat von Tirisfal. In dieser Zusammenarbeit wurden die Menschen von Dalaran über den Hintergrund der Legion, Kalimdor und das alte Reich der Elfen aufgeklärt. Einige der Hochelfenmagier blieben in Dalaran zur Überwachung der Magie. Diese sollten dann auch die Gründer der Kirin Tor werden. Einer Organisation gegründet und beauftragt, jede Magie, jeden Zauber, jedes Artefakt und magische Objekt zu untersuchen und zu katalogisieren. Die Folge hiervon war dann auch, dass sich statt der bisher gewählten Magokratie der Rat der Sechs gründete, die sechs Herrscher der Kirin Tor und letztlich auch die Führer von Dalaran selbst.

Unter dem wachsamen Auge des Ordens der Kirin Tor, wie er damals genannt wurde, bekam Dalaran weiterhin das Zentrum der Magie für die Menschen, wie auch der Lehre darin. Das Hauptquartier der Kirin Tor entstand um diese Zeit, die violette Zitadelle. Der Name entstand von selbst, da die Mauern in fahlem, arkanem, violettem Licht schimmerten. Bibliotheken, Forschungsräume, Lehrräume, Unterkünfte, gewaltige Schulen gründeten sich in Dalaran. Auch zu dieser Zeit, wie man später feststellen sollte, kamen viele blaue Drachen nach Dalaran. In der Illusion ihrer sterblichen Formen, studierten, überwachten und beobachteten sie Dalaran und die Kirin Tor, wurden sogar Teil der Kirin Tor selbst.

Erst als die menschlichen Königreiche sich mehr aufsplitterten und gänzlich in sieben unabhängige Reiche zerfielen, wurde den Magiern in Dalaran auch klar, dass Dalaran selbst auf einer massiven Leylinie gebaut worden war.


Die Kriege, Aufstieg von Dalaran und Nordend

Als Folge des zweiten Krieges warnten Dalaran und die Kirin Tor davor, dass zwischen Azeroth und Draenor weiterhin eine Verbindung bestehen würde. Um diese zu überwachen, errichteten die Kirin Tor, mithilfe der Allianz der anderen Menschenreiche, die Festung Nethergarde. Auch später im weiteren Verlauf der Konflikte gegen die Orcs zeigten sich die Kirin Tor mehr als wehrhaft, lediglich ein Angriff im Moment der Überraschung sorgte dafür, dass die Orcs tiefer in die Stadt eindringen konnten als zuvor.

Erst später, als die untote Geißel von Lordaeron immer weiter ihren Schrecken verbreitete und ihre Truppen immer mehr in die Stadt von Dalaran vordrangen, kam Dalaran an die Grenzen seiner Leistung. Unwissend, dass die Untoten nur eine Ablenkung waren, eroberte Kel’thuzad, welcher einst Dalaran verließ und verbannt wurde, durch seine Nutzung der Todesmagie und Nekromantie, sowie auch durch seine Forschungen, welche zur Gefahr für Dalaran selbst wurden, das Buch von Medivh selbst, mit welchem er Archimonde auf Azeroth beschwören konnte. Dieser wendete sich sofort Dalaran zu und zerstörte die Stadt.

Die Nachwirkung davon war, dass viele Bürger und Magier in Dalaran starben, die wilde Magie brach aus, Mutationen und Wesen, wilde Elementare und mehr zerstörten auch noch die letzten Reste von Dalaran. Viele Kirin Tor waren gefallen, ihre große Bibliothek zerstört, selbst nach dem Tod von Archimonde kämpfte man weiterhin gegen Reste der Untoten und auch Naga von Illidan. Nach vielen Zwischenfällen, wie als Lord Garithos Kael’thas und die Blutelfen in Dalaran einsperrte und mehr, begann Dalaran sich wieder neu zu errichten, ein Ort, an dem die letzten Flüchtlinge aus Dalaran sich sammelten.

Als der Lichkönig dann seinen Feldzug starten sollte, begann Dalaran seinen Aufstieg als neutrale Stadt. Auf Wunsch von Aethas Sonnenhäscher, wurde Dalaran zur neutralen Stadt und begann, zwischen Horde und Allianz zu vermitteln, während in Dalaran die Sonnenhäscher und die Hochelfen sich als getrennte Gruppierung aufstellten.


Dalaran und Silbermond

Während Pandaria als Kontinent entdeckt wurde, nutzte Garrosh als Kriegshäuptling die vielen Portale in Dalaran und das dortige Netz, um ein Artefakt aus Darnassus zu stehlen und auf dieser Basis eine Manabombe zu bauen. Dies herausfindend, änderte sich der Kurs der Kirin Tor, entschieden durch Jaina Prachtmeer. Sie zog die Kirin Tor aus der Neutralität und schwor sie auf die Allianz ein, nahm Aethas Sonnenhäscher gefangen wie auch viele andere Blutelfen in Dalaran. Die Reinigung von Dalaran entpuppte sich jedoch als furchtbares Desaster. Teile der Hochelfen, welche schon immer einen Hass auf ihre Verwandten, die Blutelfen, hatten, nutzten die Gefangennahme aus, um Rache und Tod unter den Blutelfen zu säen. Zugleich wehrten sich auch einige Sonnenhäscher gegen eine Gefangennahme, da sie selbst und auch nach Aussage ihrer Führung, mit Diebstahl und dem Ausnutzen des neutralen Portalnetzes, nichts zu tun hatten. Während der Reinigung, griffen auch die Blutelfen aus Silbermond direkt ein, und retteten Aethas Sonnenhäscher aus dem Kerker der Kirin Tor.

Unwissend von Jaina Prachtmeer findet sich in den Archiven ein Hinweis, dass zu dieser Zeit die Verhandlung über den Beitritt der Blutelfen zur Allianz, wohl bereits beschlossen war. Die Reinigung und deren Folgen beendeten diese Verhandlung jedoch. Die letzte Folge war, dass die Sonnenhäscher in die Armee von Quel’thalas integriert wurden.


Die Legion und der Fall von Dalaran

Während der dritten Invasion der brennenden Legion wurde Dalaran erneut zum Brennpunkt der Verteidiger von Azeroth. Bereits vor dem Feldzug zu Pandaria reisend über die Welt, bewegte sich die Stadt nun gen die Inseln, wo die Legion ihren Angriff begann. Ankommend, nachdem die Allianz selbst zusammen mit der Horde dort eine Niederlage erlitten hatte, nutzte man dazu einen skalierten Blinzeln-Zauber, für die gesamte Stadt und alles, was mit ihr verbunden war.

Während dieser Invasion der Legion, wurde auch vom Vorsitz des Rates der Sechs, Khadgar die Abstimmung gestartet, die Horde wieder nach Dalaran zu bringen. Obwohl es zwei Stimmen dagegen gab, schloss sich die Horde wieder den Kirin Tor auf Dalaran an. Die Folge davon war, dass Jaina Prachtmeer den Rat der Sechs verließ, Khadgar der Vorsitz des Rates wurde und er Dalaran und die Kirin Tor wieder in die Neutralität, unabhängig von Allianz und Horde, führte. Kurz hiernach, entschied der Rat der Sechs, auch die Sonnenhäscher und Aethas selbst zurück nach Dalaran zu holen.

Selbst nach dem Sieg gegen die Legion, kam die Welt bekanntermaßen nicht zum Frieden. Während des vierten Krieges blieb Dalaran weiterhin neutral und unterstützte keine der beiden Fraktionen. Die Kirin Tor begannen jedoch, Botschafter zu Horde und Allianz zu schicken, um das neutrale Portalnetzwerk aufrechtzuerhalten, außerhalb der Kontrolle von Horde und Allianz. Zu dieser Zeit, etwa 40 Jahre nach dem Öffnen des dunklen Portals, fielen auch die Feindschaften zwischen Kirin Tor und Sonnenhäscher wieder gänzlich fort, sodass beide Gruppierungen auch begannen, gemeinsame Einsätze, wie ein erneutes Erkunden der Insel des Donners, zu beginnen.

Dies alles führte jedoch nicht daran vorbei, die letzten Ereignisse hier zu ergänzen, dass Dalaran von Truppen der Leere und Neruber zerstört und die Reste über Khaz’Algar verteilt liegen. Womit nach beinahe 2.800 Jahren die Geschichte von Dalaran, vorerst endet, während Reste der Kirin Tor sich nun über die Welt verteilten.


Grade, Ämter & Titularien bei den Kirin Tor

Nach dieser kurzen Abhandlung über die Geschichte von Dalaran, soll es im nachfolgenden Kapitel über die Ordnung, die Ämter und Titularien der Kirin Tor gehen. Wie in jeder Gesellschaft, ist dies ein Thema, welches, je nachdem, welche Stadt besucht werden mag, anders geordnet wird.

Novizen

Als erster Rang der Magie begründet sich der Novize. Ein Titel für jenen, welcher etwas lernt, in etwas ein Neuling ist, welcher nicht nur bei den Anwendern des Arkanen existiert, sondern auch im Licht und anderen Bereichen.

Bei den Kirin Tor ist der Novizengrad der niedrigste führbare Rang. Man erlangt jenen durch die Aufnahme als Schüler, die jedoch noch nicht eine volle Aufnahme in den Zirkel selbst und somit auch nicht in die Kirin Tor beinhaltet. Ein Novize vollzieht eine Grundausbildung gemäß der Studienordnung der Kirin Tor und des Violetten Zirkels. Er folgt dem Schulsystem der Magie.

Adepten

Die nächste Stufe der Ausbildung besteht aus dem Adepten. Dies übersetzt sich oder stellt sich gleich mit einem Eingeweihten und muss auch nicht zwingend ein Schüler, sondern kann auch ein Mitarbeiter sein. Bevor dieser Status verliehen wird, muss ein Novize eine Adeptenprüfung hinter sich bringen und auf mindestens zwei arkanen Schulen so weit ausgebildet werden, dass er diese weiter vertiefen kann, um später zu einem Magier zu werden. Ein Adept ist bereits Teil der Kirin Tor und wird mit Pflichten und Aufgaben des Lehrmeisters belastet.

Magus, Magier, Zauberer und Arkanist

Titel, welche einen ausgebildeten Anwender des Arkanen bezeichnen, welcher seine Reifeprüfung abgeschlossen hat. Ein vollwertiger Magier, von Volk zu Volk unterschiedlich zu sehen, ob nun Magus, Maga oder Arkanist bei den Elfen, genießt ein gewisses Ansehen durch die Akzeptanz des Titels, welcher akademischer Natur ist.

Ein Unterschied hierbei besteht nur darin, dass ein Arkanist weiterhin eher den Elfen vorbehalten ist, und auch eher als Bezeichnung für jemanden gilt, welcher die theoretische Seite der Magie erforscht, während ein Magus dem praktischen zugeordnet werden kann. Die Relation dazwischen ist somit vergleichbar: Ein Lehrer, ein Magier sowie ein Arkanist können etwas lehren, doch wirklich darin geschult und fähig zu lehren, ist der Arkanist.

Erwähnt wird auch immer wieder der Begriff des Zauberers, welcher eher dem alten Arathi-Reich zuzuordnen ist und in der modernen Sprache der Magie, keine wirkliche Erwähnung mehr findet.

Der Titel des Magiers und Magus wird lediglich verliehen, wenn ein Adept die Magusprüfung vor einem Zirkelmagiergremium abschließt.

Hochmagus, Hochmagier, Hochzauberer, Hocharkanist

Eine besondere und gehobene Form des Titels, welche jedoch eine Zwischenstufe zwischen einem Magier und einem Erzmagier bildet, beinhaltet lediglich die Ergänzung des Wortes „Hoch“ zu den vorherigen Titeln. Meist genutzt als Teil eines Amtstitels eines Magiers, welcher anderen vorsteht, wird der Titel in Dalaran und bei den Kirin Tor, nur dann verliehen, wenn ein Magier ihn aus externen Gründen bereits verliehen bekommen hat. Alternativ auch, wenn ein Magier den siebten Grad einer primären Schule absolviert und damit einen Schritt zum Erzmagier absolviert, auch dann wird er durch die Kirin Tor verliehen.

Magister und Magistrix

Titel, welche erwähnt werden, doch nicht außerhalb von Suramar und Silbermond verliehen werden, sind Magister und Großmagister. Zwar sind Magister meist auch Arkanisten und im Können eher vergleichbar einem Erzmagier, doch beinhaltet der Titel zugleich auch eine erheblich machtvolle Stellung der Politik im Gefüge der Stadt, aus welcher er kommt.

Die Bezeichnung als Tradition der Herkunft ehemaliger Mitglieder, welche heute als Quel’dorei leben, wird zwar akzeptiert, doch die Kirin Tor lehnen entschieden ab, sich durch Anerkennung einer Tradition gegen die Autonomie Silbermonds zu stellen oder politische Mächte zu bestätigen.

Erzmagus und Erzmagier

Der höchste Rang und die höchste Würde, welche ein Kirin Tor als akademischer Grad erreichen kann, ist die eines Erzmagus. Hierbei sei angemerkt, dass ein Erzmagier zwar meist einen höheren Titel innehat, jedoch nicht zwingend zur Führung der Kirin Tor gehört.

Das Erreichen des Grades als Erzmagier ist mit einer Prüfung verbunden. Die Zeit bis zu dieser Prüfung verbringt ein Student größtenteils im Selbststudium oder als Mitarbeiter eines Erzmagiers selbst. Hierbei sei erwähnt, dass ein Erreichen des Titels selten unter dem Alter von 40 oder 50 Jahren möglich wird.

Großmagus

Einzig Antonidas als Erzmagier verliehen, wie auch Rhonin und Jaina Prachtmeer, ist dies ein Titel, der für überragendes Können steht, wie auch den Vorsitz im Rat der Sechs, so man dies so annehmen kann und darf.

Rat der Sechs

Bestehend aus den sechs fähigsten Erzmagiern der Kirin Tor bildet er die Führung von Dalaran in Sachen Magie und Führung der Verwaltung. Die Mitglieder variieren. Zu ihnen zählte einst auch Aethas Sonnenhäscher.

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Buches bestand er aus den nachfolgenden Erzmagiern: Khadgar, Modera, Ansirem, Karlain, Vargoth, Kalevgos.


Institutionen der Kirin Tor

Die Kirin Tor und Dalaran bestehen selbst nochmals aus verschiedenen Institutionen und Gruppierungen, neben dem Rat der Sechs als deren Führung und Kopf der Stadt selbst.

Offensive der Kirin Tor

Situativ geprägt, wurde eine Sektion der Kirin Tor als Offensive ausgegründet. Jene kam zum Einsatz, als während der Pandariakampagne magische Truppen benötigt wurden und man die Insel des Donners erkundete. Auch nach dem Ende des Einsatzes dort, kamen sie immer wieder zum Einsatz, wie auch während der Säuberung von Dalaran. Die Offensive selbst gilt als hordenfeindliche Gruppierung und hat mit dem Austritt von Jaina Prachtmeer letztlich aufgehört, fortzubestehen im Konstrukt von Dalaran und der Kirin Tor. Die Führung des Rates der Sechs jedoch hat immer wieder verlauten lassen, dass bekannt sei, dass immer noch ehemalige Mitglieder mit deren Gedankengut in Dalaran leben.

Tirisgarde

Eine eigenständige Gruppe an elitären Magierwachen von Dalaran, welche ursprünglich gegründet wurde, um den Wächter von Tirisfal zu unterstützen, jedoch auch im Zweifel eigenständig handelt. Während des Feldzugs der Legion, im dritten Invasionsversuch, war sie wieder mehr sichtbar in den Bestrebungen, die Invasion einzudämmen und die Legion zurückzuhalten, tritt jedoch sonst außerhalb von Dalaran nicht bis kaum auf.


Sonstige Fraktionen der Magier

Zur Vollständigkeit der Fraktionen in Sachen der Magie, werden hier auch diese erwähnt, welche sich im Verbund oder Konflikt mit den Kirin Tor befinden.

Silberbund

Seit jeher eng verbunden mit den Kirin Tor, gilt der Silberbund. Bestehend vollständig aus Quel’dorei jeglicher Art, sehen sie sich als Exilanten von Silbermond, verlorene Kinder von Quel’thalas. Einst standen sie feindlich zur Horde und den Sin’dorei, was sich mit dem Waffenstillstand und dem stets tiefer entwickelnden Frieden, wie auch der Verlautbarung, dass sie als „Kinder von Silbermond“ in Quel’thalas willkommen sind, immer mehr jedoch wieder aufzulösen scheint. Als Führung und wichtigste Person gilt Vareesa Windläufer, welche den Silberbund in vielen Belangen bereits vertreten hat.

Sonnenhäscher

Vergleichbar dem Silberbund, bestehen die Sonnenhäscher jedoch aus den Sin’dorei und sind das Gefolge von Aethas Sonnenhäscher, dem einflussreichsten Magister des Sonnenzornturms von Silbermond. Politisch eng mit Silbermond verbunden, gehörte Aethas selbst lange Zeit dem Rat der Sechs an, etwas, das sich im Verlauf der Wirren um die Säuberung von Dalaran änderte und später teils wieder aufgehoben wurde, sodass die Sonnenhäscher erst Opfer, Täter und zuletzt doch wieder Teil der neutralen Gesellschaft in Dalaran wurden. Inzwischen wurde Aethas selbst als Mitglied der Tirisgarde angesehen.

Der Sonnenzornturm

Ein Teil der Regierungsorganisation von Silbermond, die magische Verwaltung, die teils gar als Ministerium für Magie fungiert. Der Vorstand ist Großmagister Romath, welcher in Themen Magie die politische Bestimmung führt, gemeinsam mit den Magistern von Silbermond.

Zwar waren die Verbindungen zwischen Dalaran und Silbermond stets sehr eng, jedoch wurden sie durch Zwischenfälle wieder distanzierter und wachsen erst in den letzten Jahren wieder enger zusammen.

Der neue Sonnenbrunnen und die Arathi

Durch jüngste Forschungen und Ergebnisse dieser, verdient dieser Bereich einen eigenen kleinen Abschnitt. Bisher und weiterhin gilt wohl, dass die Mischung verschiedener kosmischer Mächte in einem, äußerst schwer ist und bis zu hunderte Jahre an Training fordern kann, oder gar unmöglich scheint. Doch der neue Sonnenbrunnen, speist sich als Quelle durch das Arkane und das Licht. So stellte es sich durch Gespräche mit den Arathi dar, dass jene auch eine Mischung der beiden Mächte Licht und Arkan, etwas dazwischen verwenden, das nach ihren eigenen Worten zugleich Arkan und Licht ist, eine neue Form von Macht, welche die These aufwirft, inwiefern es überhaupt eine Trennung zwischen den sechs gibt, oder jene wie die Arkanen Schulen nach Erzmagus Runenweber, flüssig und mehr von uns erdachte Grenzen sind. Letztlich brachte dies die Spur zu den heutigen Kindern von Silbermond, welche durch den erneuerten Sonnenbrunnen das Licht sowohl traditionell im Sinne eines Glaubens haben, doch auch als Quelle. Gar existiert eine Art Wahlprinzip, in dem es jedem freisteht, zu wählen, woher er sein Licht beziehen würde. Die Nutzer des Sonnenbrunnens haben ohne größere Schwierigkeiten Zugriff auf eine Mischung von Arkan- und Lichtenergien, welche sie ermächtigt, beides zugleich zu nutzen, was bisher für normale Licht- und Arkananwender nur unter erheblichstem Aufwand möglich war.

Die Zauberbrecher von Silbermond

Die Elitetruppen unter Prinz Kael’thas, Elfenkrieger, welche in der Kunst trainiert werden, magische Energien zu unterbrechen und zu verzerren. Sie verfügen nicht nur über höchste Kenntnisse im bewaffneten Kampf und in der Rüstungskunde, sondern sind zugleich auch im Arkanen, vor allem jener Bannung, hoch ausgebildet. In diesem Wissen und ihrem Training gehen diese Truppen so weit, dass sich eine natürliche Abwehr gegen Magie, bis zu einem gewissen Punkt, in den Zauberbrechern und ihren Körpern einstellt, sodass es gegen einen erfahrenen Zauberbrecher umso schwerer wird zu bestehen.

Magie, gebrochen von einem Zauberbrecher, kann von diesem in ihrer rohen Energieform auf den Wirker zurückgeworfen werden. Wie auch dass jene in der Lage sind, bereits passiv in ihrer Umgebung Wirker und deren Wirkungsformen zu erkennen.

Begründet wurden sie angeblich unter dem Prinzen Kael’thas, vor den Ereignissen, welche Quel’thalas beinahe zerstören sollten. Da inzwischen klar wurde, dass auch die Shal’dorei seit Jahrtausenden Zauberbrecher ausbilden, steht diese These sehr schwach dar, da ihre Ursprünge wohl bis in das Zeitalter von Azshara zurückreichen.

Nach den Ereignissen am Sonnenbrunnen wurde in der Folge die Ausbildung neuer Zauberbrecher ausgesetzt und neue Einheiten begannen ihre Ausbildung erst mit dem Einsatz auf der Insel des Donners. Da die abgesplitterten Quel’dorei-Gruppen hauptsächlich aus den dezentralisierten Lodgen des Reiches bestanden und somit aus Weltenläufern und anderen dieser Art, ist die Kunst der Ausbildung dieser Elitetruppen nie bis zur Allianz gedrungen.

Die Zauberbrecher von Suramar

Wie jene von Silbermond, jedoch erheblich älter, stellen sich die Zauberbrecher und Zauberklingen von Suramar als eine Eliteeinheit der dortigen Truppen dar. Im Gegensatz zu ihrem Gegenpart in Silbermond, ist über jene erheblich weniger bekannt, bis auf, dass sie offenbar die gleichen Fähigkeiten nutzen oder über jene verfügen, doch sie diese Kunst bereits erheblich länger nutzen und ausbilden.

Das Magiersanktum Sturmwinds

Zu ältester Zeit, als die Reiche der Menschen, die Königreiche, noch Bestand hatten und die meisten Konflikte zwischen den Menschen lagen, war das Sanktum in Sturmwind lediglich eine von vielen Vertretungen der Magier in den verschiedenen Reichen. Da die Kirin Tor und Dalaran jedoch als neutrale Organisation zu sehen sind, ist hierbei die gleiche Diplomatie wie mit dem Sonnenzornturm zu sehen. Das Sanktum in Sturmwind, als das letzte der Menschenreiche mit jenem, verfolgt inzwischen seine eigenen Lehrpläne und Ansichten zur Magie, wie es sich über die Zeit selbst entwickelte.


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