
Inhalt
- Inhalt
- Einleitung
- Begriffsdefinition
- Hintergrund
- Geographische Verteilung und Herkunft
- Magische Eigenschaften von echtem Obsidian
- Vergleich mit Saronit
- Theoretische Überlegungen zur Herkunft
- Schlussfolgerung und Forschungsbedarf
- Handlungsempfehlung
Einleitung
Obsidian ist als tiefschwarzes, glänzendes Gestein seit jeher bekannt und wird in vielen Regionen Azeroths für Kunst- und Schmuckgegenstände verwendet.
In der Literatur und im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch meist kein Unterschied zwischen zwei grundverschiedenen Formen dieses Materials gemacht: dem weitverbreiteten vulkanischen Obsidian, das bei rascher Abkühlung von Lava entsteht und einer äußerst seltenen Variante, die ausschließlich in Silithus vorkommt.
Letztere weist auffällige magische Eigenschaften auf und könnte mit der Präsenz eines Alten Gottes zusammenhängen. Dieses Werk zielt darauf ab, diese Begrifflichkeiten zu klären, eine präzise Unterscheidung vorzuschlagen und eine Theorie zur Herkunft der seltenen Obsidianform zu entwickeln, deren Ursprung möglicherweise organischer Natur ist.
Begriffsdefinition
Um Missverständnisse zu vermeiden, soll im Folgenden zwischen zwei Formen von Obsidian unterschieden werden:
- Vulkanobsidian: Ein tiefschwarzes, glasartiges Gestein vulkanischen Ursprungs, das sich durch seine außergewöhnliche Schleifbarkeit auszeichnet, jedoch keine nennenswerten magischen Eigenschaften besitzt. Es ist in vielen Regionen verbreitet und wird häufig für Kunst und Schmuck verwendet.
- Echtes Obsidian: Ein seltenes, tiefschwarzes, glänzendes Material mit magischer Aktivität, das ausschließlich in der Umgebung von Ahn’Qiraj in Silithus gefunden wird. Es wird mit den dortigen Kreaturen und der Präsenz des Alten Gottes C’Thun in Verbindung gebracht.
Diese Unterscheidung ist eine Arbeitshypothese und dient dazu, unterschiedliche Erscheinungen präziser zu erfassen.
Hintergrund
Azeroths Geschichte ist eng mit den sogenannten Alten Göttern verbunden: Yogg-Saron, C’Thun, N’Zoth und Y’shaarj. Diese parasitären Wesen aus dem Reich der Leere infiltrieren magisch starke Planeten, um deren Macht zu korrumpieren. Auf Azeroth zielten sie auf die Weltenseele, den noch ungeborenen Titanen im Inneren des Planeten.
Die Titanen errichteten Gefängnisse, um die Alten Götter zu binden, da eine vollständige Entfernung unermesslichen Schaden an der Weltenseele verursacht hätte. Im Lauf der Zeit verfielen diese Gefängnisse, was weitreichende Folgen nach sich zog: Yogg-Sarons Einfluss breitete sich durch das Saronit in Nordend aus, während sich C’Thuns Präsenz in Silithus manifestierte.
Geographische Verteilung und Herkunft
Während Vulkanobsidian vielfach vorkommt, vor allem in vulkanisch aktiven Regionen, ist echtes Obsidian auf das Gebiet um Ahn’Qiraj beschränkt. Diese eindeutige geografische Bindung deutet auf eine besondere Entstehung hin.
Ahn’Qiraj war über Jahrtausende das Gefängnis des Alten Gottes C’Thun. Eine geologische und magische Analogie findet sich im Norden Azeroths, wo Saronit – das kristallisierte Blut Yogg-Sarons – um das ehemalige Gefängnis Ulduar zu finden ist (vgl. „Die Geheimnisse von Saronit“). Diese Parallele legt nahe, dass echtes Obsidian ebenfalls organischen Ursprungs sein könnte, möglicherweise aus dem Blut C’Thuns kristallisiert.
Magische Eigenschaften von echtem Obsidian
Untersuchungen und Berichte aus der Umgebung von Ahn’Qiraj weisen echtem Obsidian folgende magische Eigenschaften zu:{/col}
- Absorption von Zaubern: Echtes Obsidian nimmt magische Energie auf oder neutralisiert sie, ähnlich wie Saronit.
- Reflexion von Zaubern: Anders als Saronit wurden Zauber dokumentiert, die von echtem Obsidian reflektiert und auf den Zaubernden zurückgeworfen wurden.
- Verstärkte Resistenz gegenüber Magie: Träger oder Wesen mit Verbindung zu echtem Obsidian zeigen erhöhte Resistenz gegen arkane, lichtmagische und naturmagische Zauber.
- Beeinträchtigung der Zauberwirkung: In der Nähe von echtem Obsidian kommt es häufiger zu Zauberfehlern oder Instabilität.
Diese Eigenschaften sind schwer direkt zu überprüfen, da echtes Obsidian nur selten zugänglich ist und bislang keine gesicherten Proben in kontrollierte magische Labore gelangten.
Vergleich mit Saronit
Echtes Obsidian weist mehrere zentrale Parallelen zu Saronit auf. Während Saronit eng an Ulduar gebunden ist, findet sich echtes Obsidian ausschließlich bei Ahn’Qiraj. Beide Substanzen absorbieren Magie, jedoch reflektiert echtes Obsidian aktiv Zauber, was bei Saronit nicht beobachtet wurde.
Ob echtes Obsidian, analog zu Saronit, mentale Korruption (Wahnsinn) verursacht, ist bisher unbekannt. Saronit wurde systematisch von der Geißel verwendet, eine vergleichbare Nutzung von echtem Obsidian ist bislang nicht dokumentiert.
Allerdings nutzen die Qiraji, die insektoiden Armeen C’Thuns, echtes Obsidian als Rüstungsmaterial.
Laut vielfältiger Literatur existieren in Ahn’Qiraj sogar Wesenheiten, die vollständig aus echtem Obsidian bestehen. Selbiges ist über Saronit nicht bekannt.
Die Ähnlichkeiten sowie die Nähe zu einem weiteren Alten Gott stützen die Theorie eines organischen Ursprungs — möglicherweise kristallisiertes Blut C’Thuns.
Theoretische Überlegungen zur Herkunft
Auf Grundlage bekannter Prozesse um Saronit ergibt sich folgende Hypothese: Bei Schwächung oder Teilzerfall eines Alten Gottes tritt dessen Blut aus und kristallisiert in der Umgebung des Gefängnisses. Dieses Material übernimmt die leerenaffinen Eigenschaften seines Ursprungs, destabilisiert magische Energien und kann das Bewusstsein lebender Wesen beeinträchtigen.
Diese Theorie ist bislang unbewiesen. Es fehlen alchemistische oder arkane Belege, die diese Vermutung eindeutig bestätigen. Streng kontrollierte Untersuchungen wären notwendig, um die Herkunft und Wirkung von echtem Obsidian zu klären. Insbesondere bleibt offen, ob eine mentale Beeinträchtigung wie bei Saronit vorliegt.
Schlussfolgerung und Forschungsbedarf
Echtes Obsidian ist eine weitgehend unerforschte magische Substanz, deren Herkunft, Wirkung und potenzielle Gefahren dringend genauer untersucht werden sollten.
Die geografische Nähe zu Ahn’Qiraj und die magischen Parallelen zu Saronit legen nahe, dass es sich um eine organische Substanz handelt, möglicherweise das Blut eines weiteren Alten Gottes.
Da weder Herkunft noch Wirkung abschließend geklärt sind, ist im Umgang mit echtem Obsidian äußerste Vorsicht geboten.
Handlungsempfehlung
Funde echten Obsidians sollten nur unter magischer Abschirmung und mit erfahrenem, arkanem Fachpersonal untersucht werden. Die Einbindung von Magiern oder Lichtwirkern mit Erfahrung im Umgang mit Saronit erscheint dabei sinnvoll.
Buchinformationen & Anhänge
OOC-Nachwort:
Dieses Werk basiert teilweise auf Annahmen, die ungenau, veraltet oder gar falsch sind. Diese Einschränkung ist bewusst gewählt, da es den aktuellen Wissensstand und die Forschungsphase des angehenden Magiers Fyrcair von Braunfeld widerspiegelt. Fyrcair befindet sich in einem Lernprozess, in dem sich Theorien entwickeln, hinterfragt und gegebenenfalls revidiert werden.
Lesern, die eine vollständig loretreue und abschließend gesicherte Darstellung der Materie suchen, sei empfohlen, ergänzend auf etablierte Quellen zurückzugreifen. Zugleich sind sie eingeladen, Fyrcair theoretisch oder praktisch auf seiner Forschungsreise zu begleiten und dessen Erkenntnisse im Rahmen des Rollenspiels kritisch zu reflektieren.

