{"id":2958,"date":"2021-12-06T00:24:59","date_gmt":"2021-12-05T23:24:59","guid":{"rendered":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?post_type=rcno_review&#038;p=2958"},"modified":"2026-05-31T16:38:54","modified_gmt":"2026-05-31T15:38:54","slug":"geschichten-einer-abenteurerin-band-4","status":"publish","type":"rcno_review","link":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?rcno_review=geschichten-einer-abenteurerin-band-4","title":{"rendered":"Geschichten einer Abenteurerin \u2013 Band 4"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-sache-mit-dem-schatz\">Die Sache mit dem Schatz<\/h1>\n\n<p><!--more Weiterlesen--><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"prolog\">Prolog<\/h2>\n\n\n<p><em>Was bisher geschah:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich, im Auftrag des Dicken, einigen Dieben in einer verfallenen Burg zwei Gem\u00e4lde abgenommen und von einem Zauberer in seinem Eigenheim eine Art Vergr\u00f6\u00dferungsglas besorgt hatte, offenbarten die Gem\u00e4lde ihr Geheimnis. Eine Schatzkarte, die ein Versteck des Schwarzmagiers Ean Graeme zeigte. Besagtes Versteck war eine H\u00f6hle in den Bergen, irgendwo auf dem Weg zur Spitze. Meine erste Reise dorthin endete jedoch eher auf halben Weg, als ich in einen Hinterhalt geriet, den ich nur um Haaresbreite und ordentlich l\u00e4diert \u00fcberlebte. Ich zog mich vorerst zur\u00fcck und leckte meine Wunden. Aber ich w\u00fcrde wiederkommen.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"inhalt\">Inhalt<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-premium-container premium-container premium-container__stretch_false premium-container__boxed false\" style=\"text-align:left;min-height:NaNpx;background-color:transparent;border-style:none;border-width:1px;border-radius:undefinedpx;background-image:url('undefined');background-repeat:no-repeat;background-position:top center;background-size:auto;background-attachment:unset;margin-top:NaNpx;margin-bottom:NaNpx;margin-left:NaNpx;margin-right:NaNpx;padding-top:NaNpx;padding-bottom:NaNpx;padding-left:NaNpx;padding-right:NaNpx;box-shadow:0px 0px 0px undefined \"><div class=\"premium-container__content_wrap premium-container__top\" style=\"max-width:100%\"><div class=\"premium-container__content_inner\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#kap1\" data-type=\"internal\" data-id=\"#kap1\">Kapitel 1 &#8211; \u00dcberfall<\/a><\/li><li><a href=\"#kap2\" data-type=\"internal\" data-id=\"#kap2\">Kapitel 2 &#8211; \u00dcberraschung<\/a><\/li><li><a href=\"#kap3\" data-type=\"internal\" data-id=\"#kap3\">Kapitel 3 &#8211; Die H\u00f6hle<\/a><\/li><\/ul>\n\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"kap1\">Kapitel 1 &#8211; \u00dcberfall<\/h2>\n\n\n<p>Meine Verletzungen waren zum Gl\u00fcck nicht so schwerwiegend gewesen, wie ich zun\u00e4chst angenommen hatte. Mehrere Schnittwunden und Prellungen. Die Schulter war das gr\u00f6\u00dfte Problem, der Arm war mehrere Tage f\u00fcr mich kaum zu gebrauchen. Aber ich erholte mich gut und nach ein paar Tagen sah ich immerhin nur noch aus, als w\u00e4re ich einmal gegen eine Wand gelaufen und nicht gleich f\u00fcnfmal, wie zu Anfangs. Der rechte Arm lie\u00df sich auch wieder bewegen, wenn auch etwas steif und so machte ich mich auf den Weg, dem Dicken einen weiteren Besuch abzustatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war nicht mehr weit bis zu seinem Laden, ich ging die beinahe leere Stra\u00dfe hinunter und konnte bereits sein Ladenschild sehen, da f\u00fchlte ich, dass etwas nicht stimmte, als ob ich beobachtet wurde. Ich verlangsamte den Schritt und sah mich um. In dem Moment tauchten drei Kerle aus einer Seitenstra\u00dfe auf. Sie sahen wie die \u00fcblichen Schl\u00e4ger aus, aber mit dem \u00c4u\u00dferen konnten sie mich nicht t\u00e4uschen. Ihre Bewegungen waren anders. Nicht dieser \u00fcberhebliche, selbstherrliche Gang, den der typische Schl\u00e4ger an den Tag legte, schlie\u00dflich ging es dem nur darum, Beachtung zu finden. Nein, die Drei bewegten sich vorsichtiger, \u00fcberlegter, wie es Attent\u00e4ter taten. Und sie hatten es eindeutig auf mich abgesehen. Sie f\u00e4cherten leicht aus, so dass ich es nicht so einfach hatte, alle Drei gleichzeitig im Auge zu behalten. Auch dieses Verhalten unterschied sie von den \u00fcblichen Schl\u00e4gern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wich ein paar Schritte zur\u00fcck. <em>\u00bb Was wollt ihr von mir? \u00ab<\/em> fragte ich, w\u00e4hrend meine rechte Hand hinter den R\u00fccken wanderte und den Griff meiner Pistole packte. Die Kerle grinsten sehr selbstsicher und der in der Mitte sagte nur <em>\u00bb Dich! \u00ab<\/em> Kein gutes Zeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wich noch ein paar Schritte zur\u00fcck, bis ich pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl hatte, das jemand hinter mir stand. Ich blieb stehen und spannte den Hahn meiner Pistole, zog diese jedoch noch nicht. <em>\u00bb Bleibt wo ihr seid. Ich warne euch. \u00ab<\/em> versuchte ich Zeit zu schinden, in der mir hoffentlich irgendetwas einfiel, wohl wissend, dass sie niemals auf meine Drohung eingehen w\u00fcrden. <em>\u00bb So, so, du warnst uns. \u00ab<\/em> sagte der Kerl in der Mitte dann auch geh\u00e4ssig. <em>\u00bb Na dann m\u00fcssen wir ja richtig Angst haben vor so einer dummen, kleinen Elfe. \u00ab<\/em> Die anderen Beiden grinsten nur und n\u00e4herten sich mir weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sp\u00fcrte mehr, wie die Person in meinem R\u00fccken mir n\u00e4her kam und konnte ihn schlie\u00dflich riechen. Eine Mischung aus Alkohol und Schwei\u00df, eine widerliche Mischung. Ich z\u00e4hlte stumm bis drei, bevor ich alles auf eine Karte setzte und reagierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich zog den Ellbogen meines linken Arms nach hinten, in der Hoffnung, etwas zu treffen. Ich traf wie erhofft und bekam einen Schwall stinkende Luft entgegen gehaucht, als ich den Magen meines Widersachers erwischte. Ich blickte nicht zur\u00fcck, um mein Ergebnis zu begutachten, sondern zog meinen Ellbogen einfach noch einmal durch. Dieses Mal erwischte ich meinen Kontrahenten am Unterkiefer. Der war nur leider h\u00e4rter als der Bauch des Kerls. Schmerz schoss durch meinen Arm, als ich mir den Ellennerv anstie\u00df und meine Hand wurde taub. Toller Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig zu den Ellbogenschl\u00e4gen zog ich meine Pistole mit der Rechten. Ich zielte auf den mittleren Kerl damit, doch dann nahm ich eine weitere Bewegung aus den Augenwinkel wahr. Mein Kopf ruckte zur Seite und ich sah noch einen weiteren Kerl, auf einem niedrigen Dach hocken, eine Armbrust im Anschlag. F\u00fcnf Gegner! Das waren definitiv zu viele f\u00fcr mich alleine. Trotzdem z\u00f6gerte ich keinen Augenblick und schwenkte meine Pistole zu dem neuen Ziel hin um. Im n\u00e4chsten Moment vernahm ich das harte Klacken, mit dem die Armbrust ausgel\u00f6st wurde und der Bolzen auf mich zu schnellte. Das Umschwenken auf den Sch\u00fctzen rette mir vermutlich das Leben, denn der Bolzen schrammte mir nur \u00fcber die Schulter, anstatt direkt durch den Sch\u00e4del und blieb mit einem dumpfen Schlag in einer Mauer stecken. Das Br\u00fcllen meiner Pistole hallte durch die Gasse, als ich praktisch ohne zu zielen abdr\u00fcckte. Das Ergebnis war auch nicht ganz so \u00fcberzeugend, wie ich gehofft hatte. Die Kugel streifte den linken Oberschenkel des Kerls und durchschlug danach eine Dachschindel. Aber der Sch\u00fctze war davon \u00fcberrascht genug, glitt auf dem schiefen Dach aus und landete mit einem h\u00e4\u00dflichen Klatschen auf der gepflasterten Gasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl es sich f\u00fcr mich wie eine Ewigkeit anf\u00fchlte, lief die ganze Aktion in einer unglaublich kurzen Zeitspanne ab. Erst jetzt reagierten die drei Gegner vor mir und st\u00fcrmten auf mich zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der linke Arm bizzelte unangenehm, in der Rechten hielt ich noch die rauchende, jetzt nutzlose Pistole und sah mich fieberhaft nach einer M\u00f6glichkeit um, nicht gleich \u00fcberrannt zu werden. Ich fand nur keine. In der einen Richtung stand immer noch der Kerl und spuckte dabei Zahnst\u00fccke aus, aus der anderen kamen die drei M\u00e4nner auf mich zu. F\u00fcr gro\u00dfes man\u00f6vrieren war in der Gasse einfach kein Platz. Ich hatte keine Chance zu entkommen, also tat ich das naheliegendste. Ich warf die leer geschossene Pistole dem ersten Kerl direkt ins Gesicht. In diesem Moment ert\u00f6nte ein w\u00fctender Schrei und der Dicke st\u00fcrmte mit puterroten Gesicht aus seinem Laden. So w\u00fctend hatte ich ihn noch nie gesehen. F\u00fcr gew\u00f6hnlich wirkte er eher wie der liebensw\u00fcrdige H\u00fcne hinter der Theke und trug seinen beachtlichen Bauch zur Schau. Davon war jetzt nicht viel zu erkennen. Klar, den Bauch hatte er immer noch, aber mit diesem grimmigen Blick, den er gerade aufgesetzt hatte, w\u00fcrde ihn gewiss niemand ansprechen wollen. Er war massiger als jeder der anderen Kerle und einen halben Kopf gr\u00f6\u00dfer. Der Kn\u00fcppel, den er in der Hand hielt war von beachtlicher Gr\u00f6\u00dfe und er schwang ihn, als w\u00fcrde er das t\u00e4glich tun. Und der erste Schwung des Holzes traf den Zahnspucker mit einem dumpfen Lauf am Hinterkopf, was diesen regelrecht an mir vorbei fliegen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte, wie bereits beschrieben, dem ersten Kerl, der auf mich zugerannt kam, die Pistole ins Gesicht geworfen. Der Kerl hatte nicht genug Zeit gehabt, zu reagieren und so traf meine Waffe ihn an der Stirn und hinterlie\u00df eine blutige Schramme. Es hielt ihn nur nicht davon ab, weiter auf mich zu zu st\u00fcrmen. Ich konnte zwar dem ungest\u00fcmen Schwung seines Krumms\u00e4bels ausweichen, nicht aber seinem K\u00f6rper, der mich mit der Wucht eines Viersp\u00e4hners regelrecht \u00fcberrollte. Ich konnte den Arm noch rechtzeitig heben, damit mein Gesicht nicht mit der Brust dieses Kerls kollidierte, die Wucht jedoch schleuderte mich gegen die n\u00e4chstbeste Wand. Als mein Hinterkopf auf die solide Steinmauer traf, wurde alles schwarz um mich.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Kari? Alles in Ordnung? \u00ab<\/em> Die Frage drang durch die Dunkelheit und ich m\u00fchte mich, die Augen zu \u00f6ffnen. Ich konnte nicht lange an der Wand gelegen haben, denn vor mir hatte sich der Dicke schnaufend aufgebaut und ich konnte hinter ihm noch die f\u00fcnf Kerle sehen, die sich humpelnd in Sicherheit brachten. Ich versuchte eine etwas bequemere Position einzunehmen und musste dabei mehrmals die Augen schlie\u00dfen. Mein Sch\u00e4del schien zu explodieren oder aber ich w\u00fcnschte es mir, denn die Kopfschmerzen waren wirklich \u00fcbel. Ich muss gestehen, ich st\u00f6hnte wohl auch ein wenig mitleidig, denn auf dem Gesicht des Dicken tauchte ein besorgter Blick auf. Ich hob abwehrend die Hand ein wenig.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Gib mir ein paar Augenblicke, bis ich wieder klar sehen kann \u00ab<\/em> murmelte ich und der H\u00fcne vor mir nickte nur zustimmend und blickt schlie\u00dflich den Fliehenden noch hinterher, wie sie hinter der n\u00e4chsten Biegung verschwanden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Was ist passiert? Wieso haben die dich \u00fcberfallen? Ach.. und was ist eigentlich mit dem Schatz? Hast du ihn gefunden? \u00ab&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich hob noch einmal die Hand. <em>\u00bb Keine Ahnung\u2026 und keine Ahnung. \u00ab<\/em> murmelte ich als Antwort. <em>\u00bb Was passiert ist erz\u00e4hle ich dir drinnen, wenn&#8217;s dir nichts ausmacht. \u00ab&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Dicke nickte stumm, packte mich mit H\u00e4nden, die auch Bratpfannen h\u00e4tten sein k\u00f6nnen und zog mich wie ein kleines Kind auf die Beine. <em>\u00bb Na dann auf \u00ab<\/em> erwiderte er nur.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"kap2\">Kapitel 2 &#8211; \u00dcberraschung<\/h2>\n\n\n<p><em>Ein paar Tage sp\u00e4ter<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich zog den Umhang enger um mich und fluchte innerlich, das ich nicht daran gedacht hatte, einen wei\u00dfen Umhang mitzunehmen. Der schwarze, den ich gegen die K\u00e4lte, die hier oben herrschte, angezogen hatte, fiel in dem Schnee ringsum auf wie ein bunter Hund in Sturmwind. Ich wusste ja, dass es in den Bergen kalt war und hatte deshalb vorgesorgt. Doch niemand hatte mich vorgewarnt, dass sich die H\u00f6hle oberhalb der Schneegrenze befand, woher auch. Schlie\u00dflich hatte ja vorher niemand gewusst, dass es eine H\u00f6hle hier \u00fcberhaupt gab. Ich zog die vom Dicken gezeichnete Karte hervor, rollte sie auf und musterte sie. Ich drehte sie ein wenig und fuhr mit dem Finger verschiedene Linien entlang, bis ich auf einen Punkt tippte. Das Ziel der Reise. <em>\u00bb Nicht mehr weit \u00ab<\/em> murmelte ich zu mir und rollte die Karte wieder ein. Dann stapfte ich weiter durch den Schnee. Gleich darauf fuhr mir der eiskalte Wind unter den Umhang und lie\u00df mich kurz fr\u00f6steln. Der Fluch, der mir auf den Lippen lag, verbiss ich mir. Es war eh zu kalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg hierher war dieses Mal ereignislos verlaufen. Ich hatte besonders aufgepasst, aber beim besten Willen keine Kerle entdecken k\u00f6nnen, die ahnungslosen Elfen auflauerten. Daher war ich &#8211; abgesehen von der falschen Kleidung und der K\u00e4lte &#8211; frohen Mutes, als ich um mehrere Erhebungen herum ging. Als ich jedoch eine Bewegung weiter oben wahrnahm, sprang ich sofort hinter die n\u00e4chste Deckung, ein alter umgest\u00fcrzter Baum und lugte dahinter hervor. Zuerst sah ich nichts, doch dann traten zwei Kerle in mein Blickfeld. Beide waren in dicke, zum Gro\u00dfteil wei\u00dfer Kleidung eingepackt, weshalb sie nicht fr\u00fcher zu erkennen gewesen waren. Die beiden Kerle unterhielten sich, doch der Wind trieb kein Wortfetzen an mein Ohr. Aber immerhin waren sie nicht zu aufmerksam, sonst h\u00e4tten sie mich vermutlich bereits entdeckt gehabt. Ein bisschen Gl\u00fcck sollte jeder haben, dachte ich mir mit einem leichten Grinsen. Leider bewegten sich die Zwei nicht vom Fleck, wodurch mein bisheriger Weg versperrt war. Ich dachte nicht daran, mich den beiden zu erkennen zu geben, daf\u00fcr sahen sie mir schlicht nicht vertrauensw\u00fcrdig genug aus und ich hatte ja bereits schlechte Erfahrungen mit wildfremden Kerlen auf diesem Berg gesammelt. Ich musterte die Umgebung etwas genauer und erkannte eine Spur im Schnee, die von mehreren gro\u00dfen Felsbl\u00f6cken bis hin zu den beiden Kerlen f\u00fchrten. Ich vermutete, dort hatten sie ihr Lager. Ich hoffte zwar, dass dort nicht die gesuchte H\u00f6hle zu finden w\u00e4re, aber ich hatte nicht viel Hoffnung. Es w\u00e4re einfach ein viel zu gro\u00dfer Zufall gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich tat, was ich immer in einer Situation des Nachdenkens tat und kaute auf meiner Unterlippe, w\u00e4hrend ich mir einen Plan zurecht legte. Ich musste einen Weg finden, an den beiden Kerlen ungesehen vorbei und hinter die Felsbl\u00f6cke zu kommen. Und nicht nur ungesehen, ich musste auch noch daf\u00fcr sorgen, dass man meine Spur, die ich unweigerlich im Schnee hinterlie\u00df, nicht entdeckt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schlich ein St\u00fcck den Weg zur\u00fcck, den ich gekommen war und lief einen gro\u00dfen Bogen, um mich von einer anderen Stelle den Felsbl\u00f6cken zu n\u00e4hern. Hier standen keine Kerle, die mich h\u00e4tten sehen k\u00f6nnen, wie ich zufrieden bemerkte. Daf\u00fcr hatte ich jedoch auch viel Zeit verbraucht, die Sonne stand schon tief am Himmel und es w\u00fcrde bald dunkel werden. Immerhin w\u00fcrde dann mein schwarzer Umhang nicht mehr so auffallen. Manchmal musste man es eben auch von der positiven Seite sehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter den Felsbl\u00f6cken entdeckte ich, wie ich mir bereits gedacht hatte, ein Lager, direkt vor einem H\u00f6hleneingang. Irgendwie bekam ich langsam das Gef\u00fchl, dass der Schatz verflucht war, bei den unz\u00e4hligen Hindernissen, denen ich begegnen musste. In besagten Lager brannte ein Feuer und dort sa\u00dfen zwei weitere Kerle dran und nicht nur das, einer von den Beiden war dieser H\u00fcne der mich den Abhang hinunter geworfen hatte. Ein Kerl, dem ich gewiss nicht so schnell wiedersehen wollte, oder wenn doch, mit tatkr\u00e4ftiger Verst\u00e4rkung, die ihn dann von einer Klippe warf. Ich atmete tief ein und aus. Wie sollte ich in die H\u00f6hle kommen, ohne diese Halunken auf mich aufmerksam zu machen? Ich blickte pr\u00fcfend in den Himmel. Noch war ein d\u00fcnner roter Streifen der Sonne auszumachen, m\u00f6glicherweise w\u00fcrde die Nacht mir bessere Optionen bieten. Da hie\u00df es wohl abwarten und Geduld haben, keine meiner Tugenden.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"kap3\">Kapitel 3 &#8211; Die H\u00f6hle<\/h2>\n\n\n<p>Es dauerte noch ein paar Stunden, bis die vier Kerle sich endlich zum Schlafen niedergelegt hatten und nur noch einer von ihnen Wache hielt. In der Zeit war ich regelrecht steif gefroren, da ich nicht nah genug ans Feuer heran gehen konnte, um dessen w\u00e4rmende Strahlen zu sp\u00fcren und mich gleichzeitig so wenig wie m\u00f6glich bewegen durfte, um keine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Ich wartete also so lange, bis das Feuer halbwegs herunter gebrannt und die Wache in eine Art D\u00e4mmerzustand getreten war und nicht mehr die n\u00f6tige Aufmerksamkeit aufbrachte, mich zu entdecken, w\u00e4hrend ich etwas ungelenk, weil steif gefroren, \u00fcber den Boden robbte und mich an den Schlafenden vorbei in die H\u00f6hle bewegte.<\/p>\n\n\n\n<p>In der H\u00f6hle war es &#8211; oh welch ein Wunder &#8211; stockdunkel, doch ich wagte am Anfang noch nicht, Licht zu machen. Erst als ich mich auf H\u00e4nden und Knien weiter voran getastet hatte und hinter einer Biegung war, hob ich meine Hand und aktivierte den Ring mit dem roten Stein. Der Stein glomm d\u00fcster auf und tauchte einen Teil der H\u00f6hle in r\u00f6tliches Licht. Das Licht war gerade hell genug, damit man was erkennen konnte und ich nutzte dies und schaute mich um. Und schon sehr bald hatte ich einen Verdacht, wieso mich diese Kerle bis nach Sturmwind verfolgt und mich dort \u00fcberfallen hatten. Sie hatten vermutlich Angst gehabt, ich k\u00f6nnte irgendjemand etwas von dem Erlebten verraten und man w\u00fcrde sich den Berg genauer ansehen. Denn hier in der H\u00f6hle fand ich eine Menge Kisten und S\u00e4cke sch\u00f6n aufgereiht liegen, was mich vermuten lie\u00df, dass es sich um Schmuggelware handelte. Ich kaute wieder nachdenklich auf meiner Unterlippe und \u00fcberlegte. War es Zufall, dass die Kerle diese H\u00f6hle ausgew\u00e4hlt hatten? Hatten sie den gesuchten Schatz gefunden? Das w\u00fcrde ich vermutlich nur erfahren, wenn ich danach suchte. Ich zog die vom Dicken abgezeichnete Karte hervor, faltete sie auseinander und musterte die darauf befindlichen feinen Striche. Ich brauchte einen Augenblick, um mich richtig zu orientieren, doch dann fand ich die richtigen Linien. Der Schatz m\u00fcsste tiefer in der H\u00f6hle verborgen sein. Also machte ich mich auf, schob mich an den unz\u00e4hligen Kisten und S\u00e4cken vorbei und kroch in den hinteren Abschnitt der H\u00f6hle.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00fcrde schon bald wieder hell werden und wenn ich dann noch hier war, w\u00fcrde ich zwangsl\u00e4ufig entdeckt werden. Und was dann der H\u00fcne mit mir anstellen w\u00fcrde, wollte ich mir gewiss nicht ausmalen. Ich hatte tats\u00e4chlich nach ein wenig suchen den Schatz gefunden, eine kleine Kiste mit allerlei goldenen Zeug drin. Ich hatte mir nicht gro\u00df die M\u00fche gemacht, die Sachen sorgsam anzuschauen, zum Einen, weil ich die Zeit dazu einfach nicht hatte, zum Anderen, weil man in diesem d\u00fcsteren Licht eh nicht viel erkennen konnte. Ich hatte einen der S\u00e4cke, die herum lagen geschnappt und ihn mit dem Zeug gef\u00fcllt. Nun war ich aufbruchbereit und hoffte die Sachen w\u00fcrden nicht zu laut scheppern in dem Sack. Ich kam zum Ausgang der H\u00f6hle und sah am Horizont bereits einen roten Streifen. Die Sonne kam hervor. Zum Gl\u00fcck war im Lager noch alles ruhig, so dass ich mich an der halb d\u00f6senden Wache und den zwei Schlafenden vorbei schleichen konnte. Ich hatte fast den sch\u00fctzenden Felsen erreicht, hinter dem ich mich verstecken konnte, da erstarrte ich. Moment\u2026 zwei Schlafende? Das h\u00e4tten doch eigentlich drei sein sollen. Wo war der fehlende Kerl? Ich blickte mich hektisch um, aber ich konnte nichts verd\u00e4chtiges erkennen. Aber noch l\u00e4nger hier herumstehen war auch nicht gesund, also atmete ich einmal durch und schlich weiter. Ich atmete erleichtert auf, als ich den Felsen umrundet hatte und das Lager nicht mehr in Sichtweite war. Aber nur kurz. Dann realisierte ich den Kerl, der hinter dem Felsen stand und sich erleichterte. Leider war ich nicht leise genug gewesen, denn er drehte den Kopf in meine Richtung. <em>\u00bb Was zum\u2026 \u00ab<\/em> stammelte er und drehte sich vollends zu mir um, die Hose immer noch auf halb acht. Ich musste handeln und reagierte fast ohne nachzudenken. Ich trat ihm mit voller Wucht ins Gem\u00e4cht. Als seine Augen langsam gro\u00df wurden und er sich nach vorne kr\u00fcmmte, nutze ich die Chance und schwang den Sack von meinem R\u00fccken, um ihm eben jenen an den Kopf zu knallen. Es schepperte laut und ich war mir nicht sicher, ob alle Dinge in dem Sack es \u00fcberlebt hatten, f\u00fcr den Kerl jedoch reichte es. Er ging zu Boden und blieb liegen, die H\u00e4nde immer noch an die schmerzende Stelle zwischen den Beinen haltend.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich grinste kurz geh\u00e4ssig, dann jedoch vernahm ich Rufe vom Lager. Die Anderen waren erwacht. Nun aber schnell. Ich rannte den Hang runter, jetzt auf jede Heimlichtuerei pfeifend und mich immer wieder \u00fcber die Schulter zur\u00fcck sehend. Sollten die Kerle mich einholen, dann wollte ich nicht mehr in meiner Haut sein. Aber ich schaffte es, den Berg hinunter und bis nach Sturmwind hinein. Von dort ging ich schnurstracks zum Dicken. Ich wollte den Schatz so schnell es geht los werden und mich dann von diesen ganzen Strapazen erholen. Doch im Inneren hoffte ich bereits auf ein neues Abenteuer, neue Spannung, noch mehr Gefahr. Eben alles, was das Leben einer Abenteurerin ausmacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank lieber Leser f\u00fcr dein Interesse an meinen Abenteuern. Auch wenn diese Geschichte zu Ende ist, habe ich noch einiges mehr erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chsten Geschichten handeln von meiner fr\u00fcheren Einheit den Falkenklingen und einigen Abenteuern, die ich dort erlebt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Auf ein baldiges Wiedersehen,<br>Kari Sha\u2019 thar<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"book_footer\">Buchinformationen &amp; Anh\u00e4nge<\/h5>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-fancy su-spoiler-icon-chevron su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Total RP 3 Extended Item-Code (Klicken zum erweitern\u2026)<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix 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