{"id":3606,"date":"2022-08-10T02:01:40","date_gmt":"2022-08-10T01:01:40","guid":{"rendered":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?post_type=rcno_review&#038;p=3606"},"modified":"2026-05-31T16:37:16","modified_gmt":"2026-05-31T15:37:16","slug":"geschichten-einer-abenteurerin-band-15","status":"publish","type":"rcno_review","link":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?rcno_review=geschichten-einer-abenteurerin-band-15","title":{"rendered":"Geschichten einer Abenteurerin &#8211; Band 15"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"auf-der-jagd-nach-dem-verlorenem-szepter-sturm-auf-das-befestigte-dorf\">Auf der Jagd nach dem verlorenem Szepter &#8211; Sturm auf das befestigte Dorf<\/h1>\n\n<p><!--more Weiterlesen--><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"prolog\">Prolog<\/h2>\n\n\n<p>Die An\u2019arkhana f\u00fchrte eine gr\u00f6\u00dfere Operation in Pandaria durch, genauer gesagt in den Dschungeln der S\u00e4ureblattk\u00fcste. Sie war zusammen mit einigen anderen Einheiten und diversen freien S\u00f6ldnern aufgebrochen, eine untote Hexe zu besiegen, die mit einem b\u00f6sartigen Szepter Unheil stiften wollte. Die Horde war nicht in der Lage, ihre ehemalige Untergebene zur Rechenschaft zu ziehen, daher musste es die Allianz tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir an Land gegangen waren und unser Lager in einem kleinen Fischerdorf aufgeschlagen hatten, f\u00fchrten wir mehrere Eins\u00e4tze durch, um die Machenschaften unserer Widersacherin zu beenden. Als Letztes hatten wir eine Mogu-Ruine untersucht und die dort befindlichen feindlichen Kr\u00e4fte besiegt. Am Ende kamen wir mit erbeuteten Unterlagen zum Lager zur\u00fcck. Auch die gleichzeitig durchgef\u00fchrte Operation am Tempel, der von massenhaft Sauroks und noch einigen grausameren Dingen besetzt war, war erfolgreich. Die siegreichen Kameraden konnten einige wirklich schaurige Geschichten \u00fcber Dinge erz\u00e4hlen, die eigentlich nicht h\u00e4tten leben d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch jetzt gab es nur noch das befestigte Dorf, dass wir zu Anfangs untersucht hatten und an den Runen, die uns den Weg versperrten, gescheitert waren. Hier musste sich die untote Hexe versteckt halten. Daher r\u00fcckte schlie\u00dflich das gesamte Lager aus, um die letzte Schlacht zu schlagen. Jetzt galt es, eine widerliche Hexe zu besiegen und wir waren alle hoch motiviert.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"inhalt\">Inhalt<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-premium-container premium-container premium-container__stretch_false premium-container__boxed false\" style=\"text-align:left;min-height:NaNpx;background-color:transparent;border-style:none;border-width:1px;border-radius:px;border-color:;background-image:;background-repeat:no-reapet;background-position:top center;background-size:auto;background-attachment:unset;box-shadow:0px 0px 0px  \"><div class=\"premium-container__content_wrap premium-container__top\" style=\"max-width:100%;min-height:NaNpx\"><div class=\"premium-container__content_inner\">\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#kap01\" data-type=\"internal\" data-id=\"#kap01\">Kapitel 1 &#8211; Der Weg hinein<\/a><\/li><li><a href=\"#kap02\" data-type=\"internal\" data-id=\"#kap02\">Kapitel 2 \u2013 Im Herz des Feindes<\/a><\/li><li><a href=\"#kap03\" data-type=\"internal\" data-id=\"#kap03\">Kapitel 3 \u2013 Der Ritt des Lebens<\/a><\/li><\/ul>\n\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"kap01\">Kapitel 1 &#8211; Der Weg hinein<\/h2>\n\n\n<p>Der Plan war recht simpel. Wir w\u00fcrden mit geballter Macht auf das Dorf zu r\u00fccken, welches durch eine stabile Stadtmauer gesch\u00fctzt war und w\u00e4hrend der Gro\u00dfteil unserer Streitmacht die Aufmerksamkeit auf sich zog, sollte eine kleine Einheit in das Dorf eindringen, dort das Tor der Stadtmauer \u00f6ffnen und &#8211; wenn m\u00f6glich &#8211; den Ort der Hexe suchen, an dem sie sich verkrochen hatte. Ich wurde zur Anf\u00fchrerin dieser kleinen, wackeren Truppe ernannt. Mit dabei war selbstverst\u00e4ndlich Messer &#8211; es h\u00e4tte mich schon schwer verwundert, wenn sie sich das h\u00e4tte entgehen lassen &#8211; Echsenschl\u00e4chter, Brille, Illusionist, die Stumme und f\u00fcr mich neu Brummkopf. Wie der Name schon sagte, war Brummkopf kein Kerl von gro\u00dfer Fr\u00f6hlichkeit, sondern eher das Gegenteil. Brummig, aber nicht unbedingt das sympathische wie bei Brummb\u00e4r und ein Experte in Sachen Schwarzsehen. Ohne ihm zu Nahe treten zu wollen, war Raffinesse jedenfalls keins seiner bestechenden Eigenschaften. Aber trotz allem war ich mit meiner Truppe zufrieden, es waren Leute, mit denen ich selbst D\u00e4monen Feuer unter dem Hintern machen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Vorbereitung f\u00fcr den Angriff z\u00e4hlte es auch, die Kanonen unseres Schiffes, mit dem wir hergekommen waren, mit magischen Zeichen zu versehen, damit diese dann auf das Schlachtfeld teleportiert werden konnten. Die Idee fand ich an sich gut, nicht so gut fand ich, dass die Kanonen schon benutzt werden sollten, w\u00e4hrend wir uns im Dorf befanden. Ich hoffte, dass wir da keinen Querschl\u00e4ger abbekommen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als das Dorf schlie\u00dflich in Sicht kam, versammelte ich meine Leute um mich, um einen Plan zu schmieden, doch der gro\u00dfe Tross hatte keine Mu\u00dfe und stampfte einfach weiter stumpf auf die verteidigte Stellung zu, alles auf dem Weg platt walzend. Uns blieb also keine Wahl, es hie\u00df improvisieren. Wir wichen zur linken Flanke aus, denn dort hatte ich einen Berg ausgemacht, der \u00fcber die Dorfmauern ragte. Vielleicht hatten wir von dort einen guten \u00dcberblick und konnten eine Stelle finden, von der aus wir in das Dorf gelangen konnten, ohne zu viel Aufsehen zu erregen. Wir k\u00e4mpften uns also voran und der L\u00e4rm unserer Kameraden blieb hinter uns zur\u00fcck. Da bemerkten wir vor uns Bewegungen und wir gingen in Deckung. Eine kleine Einheit Sauroks kam uns entgegen. Sie wollten vermutlich den angreifenden Truppen in die Flanke fallen. Kurz war ich versucht, die Gruppe aus dem Hinterhalt zu erledigen, aber es stand zu viel auf dem Spiel. Wir mussten das Tor \u00f6ffnen, ohne unsere Unterst\u00fctzung w\u00fcrde der Plan scheitern. Wenn wir uns jetzt hier in kleine Gefechte verzettelten, wer wei\u00df schon, ob wir dann noch rechtzeitig ins Dorf kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gab also den Befehl, die Sauroks an uns vorbeiziehen zu lassen und gleichzeitig Illusionist den Befehl, einen seiner Spiegelbilder zu beschw\u00f6ren und zu unseren Kameraden zu schicken, um diese vorzuwarnen. Dann gingen wir weiter. Wir m\u00fchten uns auf den Berg hoch und fanden eine perfekte Stelle, von der aus man \u00fcber das gesamte Dorf blicken konnte. Messer gab mir ihr Fernrohr und ich nutzte es, um das Dorf genauer in Augenschein zu nehmen. Direkt hinter dem Tor hatte sich eine beachtliche Truppe bereit gemacht, aus dem Dorf zu st\u00fcrmen. Noch war das Tor geschlossen, aber dahinter stapelten sich regelrecht die Sauroks und zwei Golems. Wie wir bei dieser \u00dcberzahl das Tor aufbekommen sollten, war mir im Moment schleierhaft, aber ich schob das Problem beiseite. Damit w\u00fcrde ich mich besch\u00e4ftigen, wenn es so weit war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich beobachtete weiter das Dorf. Ein Haus war da besonders interessant, denn ich konnte beobachten, wie zwei Pandaren, beide ziemlich abgemagert, heraus geschleift wurden. Was dann mit ihnen geschah, m\u00f6chte ich hier besser nicht schreiben, es war jedenfalls alles andere als ein angenehmer Anblick und ein wirklich grausamer Tod. Ich knurrte w\u00fctend, konnte aber in diesem Moment nichts tun. Ich merkte mir das Haus jedoch, denn ich war mir sehr sicher, dass die Zwei nicht die letzten Gefangenen waren. Und ich w\u00fcrde nicht eher das Dorf verlassen, bis ich nicht alle Pandaren befreit hatte. Das schwor ich mir in diesem Moment.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Blick ging als N\u00e4chstes zu dem Turm hoch, in dem ich bei dem ersten Aussp\u00e4hen (siehe Band 12) eine untote Wache gesehen hatte. Ich bemerkte sie auch dieses Mal und achtete darauf, wohin sie alles blickte. Tats\u00e4chlich war sie, zu meinem Missvergn\u00fcgen, sehr gr\u00fcndlich und blickte sogar in unsere Richtung, jedoch verst\u00e4rkt in die, von der der Angriff kam. Das war sehr ung\u00fcnstig. Wenn wir entdeckt wurden, bevor wir das Tor ge\u00f6ffnet hatten, w\u00fcrde es f\u00fcr uns sehr schwer, wenn nicht sogar unm\u00f6glich werden. Ich \u00fcberlegte einen Augenblick und suchte dann nach einem Weg, wie wir in das Dorf hinein kommen konnten. Zu meiner \u00dcberraschung fand ich sogar einen kleinen Weg, der nicht weit von unserer Position aus begann, sich an der Felswand entlang schl\u00e4ngelte und schlie\u00dflich auf der R\u00fcckseite des Dorfes endete. Wenn dort unten schlie\u00dflich keine Wachen, oder nur sehr wenige standen, hatten wir eine gute Chance ungesehen hineinzukommen. Es gab nur ein Problem. Wenn wir den Weg gingen, waren wir f\u00fcr kurze Zeit ungesch\u00fctzt an der Felswand zu sehen. Sollte nur einer unserer Feinde in diesem Moment in unsere Richtung schauen\u2026 ich wollte mir den Rest gar nicht ausmalen. Aber uns blieb auch keine weitere Zeit, andere Wege zu suchen, oder auf die Dunkelheit zu warten. Wir mussten jetzt handeln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Kameraden hatten einige Bedenken und brachten sie alle vor, leider aber auch keine wirklich gute L\u00f6sung, wie man es besser machen konnte. Daher blieb ich bei meinem Plan, beobachtete noch ein letztes Mal den Wachposten im Turm und befahl dann alle, mir zu folgen. Ich fand es besser, gleich alle durchzuschleusen, anstatt einzeln, hielt aber die ganze Zeit den Atem an, als wir uns an der Felswand befanden. Doch wir erreichten die R\u00fcckseite des Dorfes, ohne einen Alarmschrei. Erst da atmete ich auf. Zu meiner \u00dcberraschung gab es am Tor noch nicht einmal eine Wache. Entweder wir tappten hier direkt in eine Falle, oder unsere Feinde f\u00fchlten sich viel zu sicher. Wir w\u00fcrden es herausfinden, denn f\u00fcr weiter warten und aussp\u00e4hen blieb keine Zeit. Es w\u00fcrde nicht mehr lange dauern, bis die Kanonen mit ihrem Feuer einsetzen w\u00fcrden und der Kampf vor den Toren begann. Sp\u00e4testens dann mussten wir die Tore \u00f6ffnen, sonst stand die versammelte Armee davor und konnte nicht hinein. Das w\u00fcrde m\u00f6glicherweise viele Verluste bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher winkte ich den Anderen mir zu folgen und wir schlichen uns ins Innere.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"kap02\">Kapitel 2 &#8211; Im Herz des Feindes<\/h2>\n\n\n<p>Das Dorf war ein typisches Pandarendorf, oder w\u00e4re es gewesen, wenn es nicht furchtbar nach Blut und Verwesung gestunken h\u00e4tte. Der Boden war \u00fcberall dunkel und matschig, vollgesogen mit Blut, Insekten schwirrten in wahren Wolken umher, die Geb\u00e4ude waren halb zerst\u00f6rt. Es war der reine Horror. Mir wurde \u00fcbel und eine brennende Wut macht sich in mir breit. Was f\u00fcr eine Kreatur musste man sein, diesen Ort in solch einen Alptraum zu verwandeln? Das geh\u00f6rte gestoppt!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schlichen hintereinander durch die enge Gasse und n\u00e4herten uns dem L\u00e4rm im Inneren immer weiter. Zum Schluss wichen wir hinter eine kleine Mauer und beobachteten die Szenerie. Wir befanden uns auf einer kleinen Erh\u00f6hung und konnten dadurch direkt in die Dorfmitte sehen. Die Einheiten dort waren leider nicht weniger geworden und versperrten immer noch den Weg zum Tor. Uns den R\u00fccken zugekehrt, stand ein Orc und blickte selbst gen Tor. Ein St\u00fcck weiter links stand ein Goblin mit einem Gewehr. Von meiner Position aus konnte ich noch zwei weitere Personen stehen, zwei Trolle, die vor dem Haus Wache standen, in dem ich die Gefangenen vermutete.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um keine verr\u00e4terischen Ger\u00e4usche zu machen, versuchte ich mit meinen Kameraden per Handzeichen zu kommunizieren und teilte ihnen mit, dass sich Messer und Brille den Orc schnappen sollten &#8211; wenn ich bis drei gez\u00e4hlt h\u00e4tte &#8211; und Brummkopf den Goblin. Als dieser dann ein <em>\u00bb H\u00e4h? Was willst du? \u00ab<\/em> von sich gab und offenbar nicht mal daran dachte, die Zeichensprache zu verwenden, starrte ich ihn ein paar Augenblicke an, mit der \u00dcberlegung, wie ich ihn denn umbringen sollte und wie viel sp\u00e4ter noch f\u00fcr die Identifizierung des Leichnams \u00fcbrig bleiben w\u00fcrde. Doch ich verwarf den Gedanken erst einmal wieder. Der Auftrag war doch etwas wichtiger und wie anfangs bereits berichtet, war Raffinesse ja nicht gerade die Haupteigenschaft von Brummkopf. Ich gab also beide Instruktionen noch einmal leise fl\u00fcsternd wieder, zum Gl\u00fcck war es im Augenblick laut geworden, denn die Kanonen begannen zu schie\u00dfen. Als alle nickten und endlich in Position gingen, hob ich hinter der Mauer meine Hand mit drei Fingern und z\u00e4hlte dann langsam nach unten. Bei Null senkte ich die Hand wieder und wartete ab, was passierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Drei setzten sich in Bewegung und taten, was ich gesagt hatte. Messer und Brille t\u00f6teten den Orc lautlos und zerrten den Brocken schlie\u00dflich von dem Abhang weg, so dass man die Leiche nicht zuf\u00e4llig vom Dorfplatz her entdecken konnte. Brummkopf tat es den beiden mit dem Goblin gleich, dieser war jedoch wesentlich leichter. Er entsorgte die Leiche in einem Geb\u00fcsch und hantierte dann noch eine Weile mit dem Gewehr des Goblins herum, bevor er dieses ebenfalls unter den Busch schob.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir war nicht entgangen, dass Echsenschl\u00e4chter sich, ohne etwas zu sagen, von der Gruppe abgesondert hatte. Ich sah noch, wie er leise in den Turm schlich, in dem die untote Wache stand und alles beobachtete, was au\u00dferhalb des Dorfes passierte. Echsenschl\u00e4chter zur\u00fcckzuhalten, hatte wenig Sinn, denn ich bemerkte sein Vorhaben erst, als er bereits zu weit weg war. Ich konnte nur hoffen, dass er wusste, was er tat. Als er ungef\u00e4hr zur selben Zeit wieder auftauchte, in der meine anderen Kameraden die Leichen ihrer Gegner versteckt hatten, atmete ich etwas erleichtert aus. Ich ging davon aus, dass er erfolgreich gewesen war und schlich dann selbst zum Rand des Absatzes, um einen genaueren Blick in die Dorfmitte werfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich \u00fcberlegte fieberhaft, wie wir die Meute ablenken konnten, um das Tor zu \u00f6ffnen, ohne selbst in Schwierigkeiten kommen zu k\u00f6nnen. Die Vorschl\u00e4ge von Brummkopf &#8211; Feuer an den H\u00fctten legen &#8211; und von Echsenschl\u00e4chter &#8211; das Tor mittels Sprengpfeile aufzusprengen, verwarf ich sofort wieder. Diese Vorschl\u00e4ge waren Bl\u00f6dsinn. Um Feuer im Dorf zu legen, h\u00e4tten wir nicht in das Dorf hinein gemusst. Wir h\u00e4tten einfach von au\u00dfen Feuerpfeile hineinschicken k\u00f6nnen. Gleiches betraf das Aufsprengen des Tores.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte mir schon einen halben Plan zurecht gesponnen, in dem ich die ganze Horde ablenkte, w\u00e4hrend Illusionist zwei von meiner Truppe unbemerkt zum Tor brachte, damit diese es dann \u00f6ffnen k\u00f6nnten, da erledigte sich das Problem schon fast von selbst. Die Sauroks im Inneren \u00f6ffneten die Tore selbst. Zwar st\u00fcrmten dann nicht alle raus, oder gar unsere Truppen rein, aber die beiden Golems wankten nach drau\u00dfen. \u00dcber die hatte ich mir die meisten Gedanken gemacht. Danach schloss sich das Tor jedoch wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber immerhin. Ich hatte einen Entschluss gefasst, wie wir alle Ziele, die ich mir selbst gesteckt hatte, erreichen k\u00f6nnten. Daf\u00fcr mussten wir uns jedoch aufteilen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Messer, du und Brille, ihr nehmt die zwei Wachen links von uns. Die stehen vor dem Haus, in dem vermutlich die Gefangenen sind. \u00ab<\/em> begann ich meine Ausf\u00fchrungen. Brille schaute mich mit gro\u00dfen Augen an, als h\u00e4tte sie nicht verstanden, was ich sagte und ich fragte mich schon, ob ich zuf\u00e4llig ins thalassische gewechselt war, aber dann nickte mir Messer zum Gl\u00fcck nur zu und zog Brille mit sich. Ich hatte wirklich keinen Nerv mehr, noch ausf\u00fchrlicher zu werden, dachte ich doch, dass Sp\u00e4her darin ausgebildet wurden, selbstst\u00e4ndig handeln und denken zu k\u00f6nnen. Dann deutete ich auf Echsenschl\u00e4chter, Brummkopf und die Stumme. <em>\u00bb Ihr drei sucht bitte die H\u00e4user ab. Irgendwo muss sich diese Hexe verstecken. Findet das Versteck und gebt dann Bescheid. Illusionist und ich werden in der Dorfmitte mal f\u00fcr etwas Chaos sorgen. \u00ab<\/em> Die Drei nickten und r\u00fcckten ab. Ich blickte ihnen noch einen Augenblick nach und zerbiss einen Fluch auf meinen Lippen, als ich sah, wie sie sich dem ziemlich heruntergekommenen Gasthaus n\u00e4herten und zwei darin verschwanden, w\u00e4hrend die Stumme davor Wache hielt. Ich h\u00e4tte meine Befehle vermutlich besser formulieren sollen, oder genauer, denn eigentlich wollte ich, dass alle Drei einzeln auf die Suche gingen und in die verschiedenen H\u00e4user schauten, denn so w\u00fcrde es schneller gehen. Als Sp\u00e4her h\u00e4tten sie auch genug Ausbildung haben m\u00fcssen, um alleine operieren zu k\u00f6nnen. Aber das lie\u00df sich nicht mehr \u00e4ndern. Jetzt hie\u00df es Chaos stiften und die Chance ergreifen, das Tor zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Was habt ihr mir anzubieten, Illusionist? Was k\u00f6nnt ihr gegen die Horde da in der Dorfmitte unternehmen? \u00ab<\/em> fragte ich meinen Begleiter.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Ich k\u00f6nnte Feuer vom Himmel regnen lassen \u00ab<\/em> antwortete er mir knapp und ich blickte ihn \u00fcberrascht an. <em>\u00bb Richtiges Feuer? Oder nur die Illusion davon? \u00ab<\/em> fragte ich. Mir war beides recht. Egal, was davon zutraf, es w\u00fcrde Chaos verursachen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Richtiges Feuer. \u00ab<\/em> Ich grinste und klopfte Illusionist auf die Schulter. <em>\u00bb Dann macht das. Stiftet so viel Chaos wie m\u00f6glich. Ich versuche darunter und zum Tor zu kommen. \u00ab<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schlich ein St\u00fcck zur Seite, wo es eine Treppe gab, die hinunter zur Dorfmitte f\u00fchrte und wartete auf das, was da kommen m\u00f6ge. Illusionist beschwor zwei seiner Spiegelbilder und zu Dritt fassten sie sich an den H\u00e4nden und begannen einen Zauber zu weben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Donner der Kanonen war allgegenw\u00e4rtig und die ersten Kugeln schlugen jetzt im Dorf ein. Ich hoffte, das Tor bald \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen, damit die Gefahr gebannt war, von den eigenen Kanonen getroffen zu werden. Ich sah, wie sich \u00fcber dem Dorfplatz etwas zusammen braute, dann ert\u00f6nten Sch\u00fcsse. Sie kamen von der anderen Seite her, wo die Gefangenen waren und wohin ich Messer und Brille geschickt hatte. Ich wollte gerade fluchen, als der Zauber zu wirken begann. Erst st\u00fcrzte ein kleiner Feuerball vom Himmel und verbrannte einen Saurok. Dann wurden es immer mehr. Selbst die gro\u00dfen Sauroks bekamen schwere Treffer ab und Panik machte sich unter der Gruppe breit. Das Feuer schien kein Ende zu nehmen, da ging pl\u00f6tzlich ein Ruck durch die Meute. Sie st\u00fcrmten zum Tor, rissen es auf und rannten aus dem Dorf. Ich blinzelte kurz und erhob mich aus meiner Deckung, die Treppenstufen langsam herunterlaufend. <em>\u00bb Das ging jetzt einfacher als gedacht. \u00ab<\/em> murmelte ich zu mir, w\u00e4hrend der Feuerregen langsam verebbte. Da kam mit einer dieser kleinen, blauen Sauroks auf der Treppe entgegen, in beiden H\u00e4nden eine f\u00fcr ihn viel zu gro\u00dfe blutrot schimmernde Perle in den H\u00e4nden. Ohne nachzudenken, zog ich meine Pistole und schoss. Der Saurok quiekte noch einmal auf, dann kippte er tot zu Boden und die Perle rollte durch die Gegend. Aber die interessierte mich nicht. Ich rannte \u00fcber den Platz und zum offenen Tor und lud dabei meine Pistole nach. Ich wollte wissen, wo unsere Leute blieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich konnte nicht viel erkennen, aber seltsamerweise war der schwer gepanzerte Trupp noch ein gutes St\u00fcck vom Dorf entfernt, was trieben die da so lange? Ich verweilte nicht lange am Tor. Die Hauptmission war damit erf\u00fcllt, blieben nur noch die beiden Nebenmissionen, n\u00e4mlich die Gefangenen zu befreien und das Versteck der Hexe finden. Ich lief los, da ich mich erinnerte, dass von vor dem Haus der Gefangenen Sch\u00fcsse zu h\u00f6ren gewesen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber eine andere Treppe kam ich schneller Richtung des Hauses der Gefangenen und erwischte Messer und Brille gerade dabei, wie sie dem letzten Gegner den Garaus machten. Ich bemerkte, dass Messer verwundet war, aber eine schnelle oberfl\u00e4chliche \u00dcberpr\u00fcfung sagte mir, dass sie es \u00fcberleben w\u00fcrde. Daher war meine Reaktion etwas flapsig.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Vielleicht m\u00fcssen dich die Heiler am Ende noch notschlachten, aber bis dahin wirst du es bestimmt \u00fcberleben. \u00ab<\/em> Messer zeigte ein kurzes Grinsen und mir die Zunge. Also alles Bestens.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem sie schlie\u00dflich auch noch die T\u00fcr mit den Gefangenen ge\u00f6ffnet hatte, sahen wir ein wirklich verst\u00f6rende Szene. Abgemagerte Pandaren hockten in K\u00e4figen herum und waren v\u00f6llig verschreckt, als wir das Haus betraten. Ich konnte nicht lange in dem Raum bleiben, die Wut kam in mir wieder hoch. Wie konnte man so etwas Anderen antun? Da kamen auch schon Echsenschl\u00e4chter, Brummkopf und die Stumme daher und berichteten, nichts gefunden zu haben. Ich schaute sie nur kurz verwirrt an. Hatten sie gerade nur ein Haus untersucht? Und nachdem sie dort nichts gefunden hatten, hatten sie beschlossen, die Suche aufzugeben? Ich seufzte. Zwei von drei Aufgaben hatten wir erledigt. Die Pandaren hier zu befreien, war nur noch eine Formsache. Dass sich Brummkopf anbot, die K\u00e4fige aufzuschlie\u00dfen, weil er darin besonders ge\u00fcbt w\u00e4re, war f\u00fcr mich eine Erleichterung. Dann konnte er wenigstens was Vern\u00fcnftiges tun. Ich nahm mir daher die Stumme und Echsenschl\u00e4chter und ging die restlichen H\u00e4user und Wege des Dorfes ab. Irgendwo musste ja die Hexe sein. Sehr wahrscheinlich gab es irgendwo einen Eingang zu einem Kellergew\u00f6lbe oder sowas. Da die Beiden mir nur hinterherliefen und wenig Regung zeigten, selbst zu handeln, hatte ich wenigstens R\u00fcckendeckung. Doch ich fand einfach nichts. Verzweifelt blickte ich mich um. Wo verdammt noch einmal konnte sich diese Hexe versteckt halten. Wir fanden hier im Dorf einfach keinen Anhaltspunkt. Dann fiel mir etwas ein, ich fluchte und rannte zu den Gefangenen zur\u00fcck. Einige waren bereits befreit worden, aber noch nicht alle. Ich stellte mich direkt vor ihnen. <em>\u00bb Wei\u00df jemand, wo die Hexe ihren Unterschlupf hat? \u00ab<\/em> fragte ich und bekam auch gleich Antwort. <em>\u00bb Ja, in dem Turm gibt es eine Treppe nach unten. Dort im Kellergeschoss ist sie. \u00ab&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Stimmt, da war eine Treppe. \u00ab<\/em> erw\u00e4hnte dann Echsenschl\u00e4chter, der ja im Turm den Untoten unsch\u00e4dlich gemacht hatte. Ich warf ihm einen vernichtenden Blick zu und er schaute immerhin kurz besch\u00e4mt zu Boden. <em>\u00bb Ich hatte es vergessen. \u00ab<\/em> versuchte er sich raus zu reden. Ich seufzte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bb Dann los \u00ab<\/em> meinte ich, als die Erde pl\u00f6tzlich anfing zu beben. <em>\u00bb Was zum\u2026 \u00ab<\/em> brummte ich und mir wurde schlagartig etwas klar. Die Papiere die wir in den Ruinen gefunden hatten (Band 14) besagten etwas \u00fcber das Vorhaben der untoten Hexe. Sie wollte irgendeine Kreatur wieder erwecken und ich bef\u00fcrchtete, sie war gerade kurz davor. Wir hasteten zum Turm und dort zur Kellertreppe, doch es war, wie ich es fast schon bef\u00fcrchtet hatte. Das Erdbeben hatte den Gang nach unten einst\u00fcrzen lassen. Wir kamen nicht mehr nach unten. Ich fluchte. Was sollten wir jetzt machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls nicht hier herumstehen, befand ich und wir gingen wieder zur\u00fcck zu den Anderen. Diese hatten die Gefangenen endlich alle befreit und diese liefen gerade aus dem Tor hinaus. Auch Illusionist hatte sich wieder zu uns gesellt und so waren wir alle wieder vereint. Und alle schauten mich an, was wir jetzt als N\u00e4chstes unternehmen sollten. Unsere Auftr\u00e4ge waren erf\u00fcllt, oder zumindest so weit, wie es m\u00f6glich war. Daher entschloss ich, dass wir unseren Kameraden au\u00dferhalb des Dorfes helfen sollten. Wir liefen also auch zum Tor und wurden dabei durch zwei weitere Erdbeben ordentlich durchger\u00fcttelt und fast von den Beinen geholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wunderte mich anfangs noch, wieso der Haupttrupp sich immer noch nicht dem Tor gen\u00e4hert hatte, bis ich die gro\u00dfe Grube entdeckte. Ich bemerkte nicht, wie praktisch meine gesamte Einheit zur\u00fcck im Dorf blieb, so sehr war ich von dem Anblick gefesselt. Sp\u00e4ter erfuhr ich, dass sie noch von einem Sin\u2019dorei Hexer angegriffen worden waren und diesen besiegt hatten. Ich hingegen hatte nur Augen f\u00fcr etwas anderes.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"kap03\">Kapitel 3 &#8211; Der Ritt des Lebens<\/h2>\n\n\n<p>Eine gewaltige Grube hatte sich vor dem Dorf aufgetan und daraus stieg ein gewaltiges\u2026 Ding. Es war wie ein v\u00f6llig \u00fcberdimensionierter Saurok, zehn Schritt hoch und auf dessen Schulter sa\u00df gackernd die untote Hexe. Wir hatten sie entdeckt. Doch ein kleines bisschen zu sp\u00e4t. Diese Riesenechse hatte sich dem gro\u00dfen Trupp aus Kriegern und Zauberern von uns zugewendet, wodurch ich praktisch im R\u00fccken der Bestie stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich z\u00f6gerte keinen Augenblick, als der Schwanz der Riesenechse in Sicht kam, sprang darauf, umklammerte ihn mit den Beinen, stie\u00df meinen schweren Dolch hinein und nutzte die Krallen, die ich f\u00fcr diesen Einsatz am linken Handschuh angebracht hatte, um sie ebenfalls in das Fleisch zu bohren. Ich wurde herumgeschleudert, hielt mich aber eisern fest. Dann machte die Bestie einen Schritt aus der Grube hinaus und ich nutzte den Schwung aus, zog den Dolch und Krallen heraus, rutschte am Schwanz entlang und landete schlie\u00dflich auf dem R\u00fccken dieser Riesenechse. Einen Halt zu finden war schwer, daher nutzte ich wieder meinen schweren Dolch, rammte ihn zwischen zwei Schuppen in das Fleisch der Bestie und nutzte die Krallen, an meinem linken Handschuh und bohrte auch sie in das Fleisch. Die Riesenechse schien das noch nicht einmal zu bemerken, vermutlich kam dem mindestens zehn Schritt gro\u00dfem Ungeheuer der Dolchstich wie eine Art M\u00fcckenstich vor. Wie beruhigend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Echse machte einen Satz und ich sah die gepanzerten Krieger und Zauberer, die sich dem Vieh stellten, auseinander stoben. Aus dem Augenwinkel sah ich die untote Hexe, die auf der Schulter der Riesenechse ritt, \u00fcber die Reaktion lachen. Sie schien sich bestens zu am\u00fcsieren. Aber nicht mehr lange, schwor ich mir und hatte damit auch recht, auch wenn ich es anders meinte. Mein Ziel war es gewesen, \u00fcber den R\u00fccken der Bestie zu klettern und die d\u00e4mliche Kuh von ihrem hohen \u201cRoss\u201d herunter zu schubsen, doch irgendjemand kam mir zuvor. Gerade hatte sie noch gelacht, im n\u00e4chsten Moment krachte und blitzte es und sie war weg. Ich konnte gerade noch einen Teil ihres Flugs nach unten mitverfolgen. <em>\u00bb Mist\u2026 ich hoffe, sie bricht sich wenigstens den Hal\u2026 \u00ab<\/em> weiter kam ich mit meiner Bemerkung nicht, denn die Riesenechse machte schon wieder einen Satz und ich brauchte meine ganze Konzentration, um nicht den gleichen Weg zu nehmen, wie die dumme Hexe. Warum stellte sich den keiner dieser gro\u00dfen Krieger dem Vieh in den Weg oder hackte ihm wenigstens die L\u00e4ufe ab? Die waren doch sonst auch so gest\u00f6rt und trugen bei diesen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit eines Dschungels noch Pelzbesatz am Umhang. Musste ich wohl wieder alles selbst machen. Ich seufzte und blickte mich auf dem R\u00fccken der Bestie um. Wo waren die Schwachstellen bei so einem schwer gepanzerten Monster? Die Augen waren keine Option, diese waren von mir abgewandt und ich hegte auch keinen Wunsch, dass sie sich auf mich fokussierten. Dann bemerkte ich die Wunde am Hals der Riesenechse. Dort war sie bereits einmal getroffen worden und der Panzer war aufgeplatzt. Damit konnte ich arbeiten. Ich zog mich ein wenig hoch und schob meinen G\u00fcrtel \u00fcber den Griff meines Dolches, der noch im Fleisch der Bestie steckte. Dadurch hatte ich weiterhin Halt und bekam kurzfristig eine Hand frei. Gut, der Griff bohrte sich schmerzhaft in meinen Bauch, aber das musste ich eben aushalten. Ich zog meine Pistole, spannte den Hahn, zielte und schoss. Ich traf genau die Stelle und gr\u00fcnliches Blut spritzte nach allen Seiten. Aber mein triumphaler Gesichtsausdruck blieb nicht lange. Nat\u00fcrlich hatte ich die Bestie nicht t\u00f6dlich verwundet. Bei so einer gigantischen Kreatur w\u00e4re das vermessen gewesen. Ich hatte allerdings gerade ihre Aufmerksamkeit erregt und das war alles andere als gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kopf des Riesensauroks drehte sich und mich starrte ein Auge b\u00f6se an. Ich schluckte schwer, steckte die Pistole schnell weg und rutschte mit dem G\u00fcrtel vom Griff des Dolches, um mich wieder mit der Hand daran zu klammern. Die Klaue der Echse hob sich und wollte sich auf den R\u00fccken schlagen und mich dabei wie eine l\u00e4stige Fliege zerquetschen, daher riss ich den Dolch aus dem K\u00f6rper, stie\u00df mich mit den Beinen ab und nutzte die Bewegung aus, um auf die andere Seite des R\u00fcckens dieses Riesenviehs zu rutschen. Leider war der R\u00fccken alles andere als glatt, sondern rissig und voller Schuppen, \u00fcber die ich glitt. Ich riss mir die Hose an unz\u00e4hligen Stellen auf, holte mich blutige Schrammen und Kratzer und unz\u00e4hlige blaue Flecken. Kurz bevor ich von meinem eigenen Schwung getragen, von R\u00fccken der Bestie fiel, nutzte ich wieder den Dolch, stach zu und hielt mich krampfhaft daran fest. Ich fluchte laut. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Aber es kam noch h\u00e4rter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kreatur wurde von mehreren Zaubern getroffen, darunter war mindestens ein Feuerball, denn ich sp\u00fcrte die Hitze \u00fcber mich hinweg wabern. Und dann passierte es. Der Riesensaurok zuckte wild und st\u00fcrzte dann nach vorne. Diese ruckartige Bewegung konnte ich nicht mehr ausgleichen. Es fegte mich von dem R\u00fccken dieser Kreatur direkt hinein in den Dschungel. Ich \u00fcberschlug mich zwei oder dreimal, bevor mich ein Baum bremste, an den ich schmerzhaft knallte. Ich blieb eine Weile liegen, bis das Dr\u00f6hnen in meinen Ohren nicht mehr zu h\u00f6ren war und spuckte dabei mehrmals Blut aus. Ich hatte mir mal wieder auf die Zunge gebissen. Schlie\u00dflich nahm ich eine grobe Bestandsaufnahme meines K\u00f6rpers vor. Nichts verloren, nichts gebrochen, keine schwer blutenden Wunden, aber Schmerzen fast \u00fcberall. Akzeptabel.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst jetzt merkte ich, wie ruhig es um mich herum geworden war. Kein Br\u00fcllen, kein Schreien, kein Waffengeklirre. Ich blickte mich genauer um und realisierte, wir hatten gewonnen. Es war vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberheblich hatte am Ende das Szepter, das Artefakt, um das es die ganze Zeit \u00fcber ging, aus den H\u00e4nden dieser Hexe gerissen und es sp\u00e4ter Illusionist in die Hand gedr\u00fcckt. Dieser verwahrte es, bis wir wieder zur\u00fcck in Sturmwind waren. Ansonsten hatten nur wenige unserer Leute \u00fcberhaupt etwas abbekommen, was nat\u00fcrlich erfreulich war.<\/p>\n\n\n\n<p>Messer und die anderen in meinem Gefolge hatten es im Dorf &#8211; wie bereits erw\u00e4hnt &#8211; noch mit einem anderen Hexer zu tun bekommen. Dieser hatte sich am Ende, als er starb, in schleimigen Glibber verwandelt. Aber auch hier gab es keine gravierenden Verletzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Tag darauf gab es eine kleine Feier in dem Fischerdorf, in dem wir unser Lager aufgeschlagen hatten und noch einen Tag sp\u00e4ter fuhren wir bereits wieder zur\u00fcck. Ich war froh, endlich aus dem Dschungel zu sein und wieder in eine zivilisierte Gegend zu kommen. Zu Hause konnte ich mich von meinen Wunden erholen und nach ein paar Tagen wuchs bereits wieder der Wunsch, neue Abenteuer zu bestehen. Und ich war mir sicher, diese w\u00fcrden kommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Das war die Jagd nach dem verlorenen Szepter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Eure Kari Sha\u2019thar&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"book_footer\">Buchinformationen &amp; Anh\u00e4nge<\/h5>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-fancy su-spoiler-icon-chevron su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Total RP 3 Extended Item-Code (Klicken zum erweitern\u2026)<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix 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