{"id":5273,"date":"2026-05-31T16:03:34","date_gmt":"2026-05-31T15:03:34","guid":{"rendered":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?post_type=rcno_review&#038;p=5273"},"modified":"2026-05-31T16:06:00","modified_gmt":"2026-05-31T15:06:00","slug":"geschichten-einer-abenteurerin-band-24","status":"publish","type":"rcno_review","link":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?rcno_review=geschichten-einer-abenteurerin-band-24","title":{"rendered":"Geschichten einer Abenteurerin \u2013 Band 24"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\">Operation Bandagenbrand<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kap01\">Prolog<\/h2>\n\n\n<p>Operation Bandagenbrand war wieder einer dieser Gro\u00dfeins\u00e4tze, in denen nicht nur einzelne Einheiten Eins\u00e4tze und Missionen durchf\u00fchrten, sondern zu denen auch unz\u00e4hlige S\u00f6ldner und Freiwillige dazukamen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die einzelnen Missionen wurden dann vom Oberkommando die passenden Leute zusammengesucht, die den meisten Erfolg versprachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Arkanist, unser Kommandant, war als einer von drei Leuten im Oberkommando vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dadurch war automatisch die ganze Einheit An\u2019arkhana mit dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausgangslage versprach zumindest schon mal spannend zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Gruppe Astraler hatte zusammen mit einer Horde Goblins von R.A.U.B.B.A.U.2.0 die Festung Dai-So in Pandaria erobert, in der ein verr\u00fcckt gewordener Naturgeist gefangengehalten wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich hatten die Astralen vor, den Geist zu befreien und mit ihm irgendetwas richtig B\u00f6ses anzurichten, so die einhellige Meinung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein erster Gegenangriff der Shado Pan wurde abgeschmettert und nun hatten sie Allianz und Horde gleicherma\u00dfen um Hilfe gebeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schlugen unser Lager in einem nahegelegenen Kloster auf und sammelten dort unsere Truppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden Informationen ausgetauscht, wie Astrale zu bek\u00e4mpfen w\u00e4ren, was man von den Goblins halten m\u00fcsse und welche Gefahren sonst noch auf uns lauern k\u00f6nnten. Schlie\u00dflich wurde der Plan, wie wir die Festung zur\u00fcckerobern wollten, er\u00f6rtert.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war geplant, von mehreren Seiten aus anzugreifen, au\u00dferdem aus der Luft, um f\u00fcr maximale Ablenkung zu sorgen. Es w\u00fcrde haarig werden, denn wir hatten keine genauen Vorstellungen, mit wie vielen Gegnern wir es zu tun bekommen und mit welchen Kr\u00e4ften sie aufwarten w\u00fcrden, von denen wir bisher noch nichts wussten.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kap00\">Inhalt<\/h2>\n\n<ul class=\"simpletoc-list\">\n<li><a href=\"#Kap01\">Prolog<\/a>\n\n<\/li>\n<li><a href=\"#Kap00\">Inhalt<\/a>\n\n<\/li>\n<li><a href=\"#Kap02\">Kapitel 1 &#8211; Vorbereitungen<\/a>\n\n<\/li>\n<li><a href=\"#Kap03\">Kapitel 2 &#8211; Die Infiltration<\/a>\n\n<\/li>\n<li><a href=\"#Kap04\">Kapitel 3 &#8211; Der Endkampf<\/a>\n\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"Kap02\">Kapitel 1 &#8211; Vorbereitungen<\/h2>\n\n\n<p>F\u00fcr den Angriff auf die Festung Dai-So wurde ich einem kleinen Trupp f\u00fcr eine Infiltrationsmission zugeteilt. Das Kommando hatte die Dunkle, unter der ich bereits bei dem Angriff auf Anteves gedient hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Einsatz hatte ich tats\u00e4chlich noch in guter Erinnerung, denn sie hatte mir damals bereits freie Hand gelassen und das hatte sich am Ende ausgezahlt. Wie ich bei der Vorbesprechung und kurz vor dem Einsatz feststellen musste, hatte sie f\u00fcr eine Untote tats\u00e4chlich einen feinen Humor. Sie verbot allen Ernstes den Kameraden, mich von den Br\u00fccken zu schubsen, als h\u00e4tten diese jemals sowas in Erw\u00e4gung gezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann war da noch die Todespirscherin, scheinbar eine Bekannte der Dunklen, so wie sie diese behandelte. Sie grinste unnat\u00fcrlich oft und schien auch guter Stimmung zu sein, vielleicht war ja der Untot doch nicht so d\u00fcster wie vermutet? Ich wollte und will es jedenfalls nicht herausfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chste im Bunde war die Vogelelfe, eine Quel\u2019dorei die ich auch bereits von fr\u00fcheren Gro\u00dfeins\u00e4tzen kannte, wie der Operation Seidenbrand oder dem Einsatz im Hochland. Sie war ein wenig verr\u00fcckt, aber f\u00e4hig. Und man konnte ihr vertrauen. Also, sofern man ihr nicht den R\u00fccken zudrehte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste war der alte Mann, ein Menschens\u00f6ldner aus Gilneas, der fr\u00fcher in einer mir bekannten S\u00f6ldnereinheit gedient hatte und mit dem ich ein oder zwei Eins\u00e4tze bei dem Gro\u00dfeinsatz auf den Dracheninseln absolviert hatte. Ich konnte mich noch daran erinnern, wie er als Einziger bei einem Sp\u00e4heinsatz mithalten konnte und mich fast bis zu dem auszusp\u00e4henden Lager von Zentauren begleitet hatte. Erst kurz vor den Toren blieb er zur\u00fcck. Damit lie\u00df sich arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann war da noch die Rothaarige, die mit einer Armbrust umgehen konnte und sich auch mal gerne in einen Worgen verwandelte, wobei dieser dann gar keine roten Haare aufwies. Sehr verwirrend, aber sie hatte bei der Vorbesprechung eine gute Figur gemacht und selbst der alte Mann war von ihr beeindruckt. Das waren dann schon mal ein paar Vorschusslorbeeren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste im Bunde war eine Nachtgeborene, aus der ich nicht ganz schlau geworden war. Sie war recht ruhig, konnte jedoch Magie wirken, wie mir schien, war aber gleichzeitig eine Nahk\u00e4mpferin. Nun, die Mission w\u00fcrde zeigen, was sie so drauf hatte. Als letzter war da noch ein Soldat, steif wie der typische Gr\u00fcnschnabel. Veteranen salutieren nicht mehr vor jedem Mist, sie teilen sich ihre Bewegungen sehr sorgf\u00e4ltig ein. Ein Anf\u00e4nger hingegen versucht meist, wie ein Zinnsoldat auszusehen: gerader R\u00fccken und Besenstiel im Allerwertesten. Und genau so ein Exemplar hatten wir dabei. Bei der Vorbesprechung kam er noch mit einem Hund, den er jedoch beim Einsatz nicht dabei hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund der Infiltration war, eine Spionin der Astralen zu befreien, die wohl bereits einige der uns zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen beschafft hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt hoffte man, dass sie noch einige Dinge mehr wusste. Und wenn sie nicht mehr lebte, dann, dass sie genug Informationen hinterlassen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gef\u00e4ngnis der Astralen befand sich auf einer der Felszinnen vor der Festung Dai-So, die \u00fcber vier Br\u00fccken mit dem Festland verbunden war. \u00dcber das Meer oder die Luft dorthin zu gelangen, war schlicht unm\u00f6glich, denn das Meer war vermint \u2013 und nicht zu knapp \u2013 und auf den verschiedenen Zinnen standen Kanonen auf T\u00fcrmen, die jeden Anflug zu einem Himmelfahrtskommando werden lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>So blieb uns nur die Reise via Riss und uns \u00fcber die vier Br\u00fccken zu k\u00e4mpfen, denn n\u00e4her war ein Teleport nicht m\u00f6glich durch irgendwelche St\u00f6rdinger. Wie das genau funktionierte, \u00fcberstieg meinen Horizont. Fest stand eben nur, es ging nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Leerenriss wollte uns Sch\u00f6nling stellen, ein Ren\u2019dorei, der immer m\u00f6glichst geschniegelt und gestriegelt aussah und mit dem ich bereits einmal eine Mission zusammen mit meiner Einheit absolvierte und ein zweites Mal, als wir beim Untergang Dalarans einige Fl\u00fcchtlinge retten wollten. Ich hatte ihn eher als Illusionisten kennengelernt, aber er schien auch Leerenrisse zaubern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ren\u2019dorei Magier lag das allerdings auch nahe.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"Kap03\">Kapitel 2 &#8211; Die Infiltration<\/h2>\n\n\n<p>Wie sich herausstellte, st\u00f6rte dieses St\u00f6rding den Teleport entweder gewaltig, oder Sch\u00f6nling war doch nicht so gut bei Risszaubern und sollte schleunigst ein paar Unterrichtsstunden beim Arkanisten nehmen. Jedenfalls landeten wir alle ziemlich verteilt auf einem Berghang.<\/p>\n\n\n\n<p>Um mich herum herrschte bereits die Schlacht und das Krachen der Kanonen war \u00fcberall zu h\u00f6ren. Ich war gef\u00e4hrlich nahe am Meer gelandet und konnte dort die Minen im Wasser treiben sehen. Es waren viele, verdammt viele. Und nicht nur im Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ich feststellen musste, lagen selbst welche am Land. Und der Weg weiter den Hang hinauf entwickelte sich zu einem ziemlich explosiven Lauf. Ein falscher Schritt und man w\u00fcrde meine Einzelteile in allen vier Winden wiederfinden. Aber ich schaffte es, ohne mich in die Luft zu sprengen, bis zur Br\u00fccke, wo die restlichen Kameraden bereits warteten. Auf der Br\u00fccke war mehr los als erhofft. Wir bemerkten aber eine kleine Balustrade unterhalb einer Kanonenstellung und die Rothaarige schoss mit ihrer Armbrust einen Anker samt Seil hin\u00fcber. Das Seil wurde befestigt und wir kletterten \u00fcber einen ordentlichen Abgrund bis zur Balustrade. Ich entdeckte seitlich des \u00dcbergangs eine breite Verzierung, \u00fcber die man laufen konnte und so praktisch bis zur Mitte der ersten Br\u00fccke kommen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich probierte den Weg und kam gut voran, die Todespirscherin direkt im Nacken. W\u00e4hrend ich die Kletterkrallen nutzte, die ich besa\u00df, kletterte sie mit purer Kraft. An der Mitte der Br\u00fccke angekommen, war es nur noch ein kleines St\u00fcck nach oben, um auf die Br\u00fccke selbst zu kommen. Ich kraxelte nach oben und sp\u00e4hte \u00fcber den Rand. Nat\u00fcrlich mussten sich genau an der Stelle drei Goblins breitmachen. Schlecht. Lies sich aber nicht \u00e4ndern. Ich zog mich ganz nach oben, holte ein Seil heraus und band es an die Br\u00fcstung. Jetzt hatten es die nachfolgenden Kameraden einfacher. Noch w\u00e4hrend ich das tat, tauchte pl\u00f6tzlich irgendetwas auf. Ein Ding oder eine Person. Es war zu schnell, um es richtig erkennen zu k\u00f6nnen, jedenfalls st\u00fcrzte danach einer der drei Goblins in die Tiefe. Was immer es war, es schien auf unserer Seite.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich wollte die Chance nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gab der Todespirscherin, die immer noch hinter mir war, ein Zeichen und wir n\u00e4herten uns den beiden verbliebenen Goblins, mit dem Vorsatz, diese ebenfalls in den Abgrund zu werfen. Doch da passierte etwas Unerwartetes.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Knistern war hinter uns von der Festung zu vernehmen, dann tauchte ein greller Strahl aus wei\u00dfem Licht auf, der in den Himmel schoss. Der Strahl wurde von lila Schwaden umschlungen und schwarze Wolken bildeten sich am Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur Augenblicke sp\u00e4ter erzitterte der Boden einmal, nur um direkt darauf zu beben.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte das Knacken der Mauern h\u00f6ren, Risse durchzogen die ganze Festung und selbst auf der Br\u00fccke, auf der wir standen, sp\u00fcrten wir, wie langsam das Mauerwerk nachgab. An einigen Stellen konnte man sehen, wie die Erde sich \u00f6ffnete und daraus Wolken aus schwarzen Schatten schossen. Ein unglaublich lauter, gequ\u00e4lter Schrei hallte \u00fcber das ganze Gel\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>\u00bbEUCH WAR NIE ZU TRAUEN!\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dann gab es einen Schlag und magische Energien \u00fcberfluteten uns, sodass selbst ich sie sp\u00fcren konnte. Es flackerte wie wild vor meinen Augen. Und dann sah ich mit Entsetzen, wie mit einem Schlag alles Leben aus jeder Pflanze am Boden gesogen wurde und schlagartig verdorrte. Von einem auf den anderen Augenblick sah das Land ausgezehrt und leblos aus. Dann verschwand die Lichts\u00e4ule langsam, die schwarzen Wolken hingegen dehnten sich weiter aus. Lila Blitze zuckten durch den Himmel und lauter Donner war zu vernehmen. Ein Teil der Festung brach in sich zusammen und wir konnten sp\u00fcren, wie auch die Br\u00fccke, auf der wir standen, immer schw\u00e4cher wurde. Wir mussten hier so schnell wie m\u00f6glich weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Todespirscherin und ich fingen uns einen Augenblick fr\u00fcher als die beiden Goblins. Und wir nutzten das gnadenlos aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich packte einen der beiden Goblins mit den Kletterkrallen und bef\u00f6rderte ihn \u00fcber das Gel\u00e4nder. Die Todespirscherin tat es mir nach und auch der zweite Goblin nahm seinen Weg abw\u00e4rts.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00f6rte das Knirschen der Kanone auf dem nahen Turm, der zu uns herumgedreht wurde, aber das \u00fcberlie\u00df ich meinen Kameraden, denn ich rannte bereits weiter, Richtung der zweiten Br\u00fccke, der Todespirscherin auf den Fersen. Ich h\u00f6rte hinter mir Explosionen und Rauch, der aus dem Turm, in dem die Kanone stand, drang. Damit wusste ich, meine Kameraden hatten dort wenigstens eine Granate hineingeschleudert. Doch schon waren wir mit dem n\u00e4chsten Problem konfrontiert. Auf der einen Seite standen drei leicht l\u00e4diert aussehende Goblins und auf der Anh\u00f6he der zweiten Br\u00fccke erkannte ich einen weiteren Goblin, dieser jedoch mit einem Schwarzblut-Gewehr mit einer Art Zielsteuerung. Der war eindeutig gef\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bbBesch\u00e4ftige die drei Goblins, ich hole mir den Anderen!\u00ab<\/em>, meinte ich zur Todespirscherin, die mir darauf nicht antwortete, aber in ihrer Bewegung nicht innehielt und auf die von mir genannten Feinde zust\u00fcrmte. Ich schleuderte eine Blitzgranate, in der Hoffnung, das w\u00fcrde diesen Scharfsch\u00fctzen auf der Br\u00fccke lange genug ablenken, um nicht getroffen zu werden. Es gelang auch tats\u00e4chlich, wenn ich auch seine Kugel haarscharf an meinem Hals vorbeifliegen sp\u00fcrte. Ich h\u00f6rte das \u00c4chzen des Steins und hinter mir brach etwas ein, ob es der Turm oder die Br\u00fccke waren, konnte ich nicht sagen. Ich hatte keine Zeit, mich umzusehen, sondern rannte weiter, so schnell ich konnte, zog im Laufen meine Pistole, zielte und schoss.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war mir sicher zu treffen. Immerhin h\u00f6rte ich den Goblin aufschreien und dann davonlaufen. Im Versuch, den Goblin zu stoppen, schleuderte ich ihm meine leer geschossene Pistole in den R\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann h\u00f6rte ich wieder dieses Knirschen einer Kanone und sah, wie das Gesch\u00fctz auf dem zweiten Turm vor mir zu mir umschwenkte. Verdammter Mist!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber zum Gl\u00fcck hatte ich noch einige Asse im \u00c4rmel. Ich z\u00fcckte eine der Glaskugeln, die ich an einer Schlaufe am G\u00fcrtel befestigt hatte, und schleuderte sie direkt auf die Kanone. Ich traf und die Kugel zerschellte. Sie verspritzte eine Fl\u00fcssigkeit, die jedoch nicht \u00e4tzend war, sondern einfach nur sehr schwer wieder zu entfernen. Und sie stank. Und zwar absolut barbarisch nach Erbrochenem, vermengt mit faulen Eiern. Mit Befriedigung konnte ich sehen, wie den beiden Goblins am Gesch\u00fctz in k\u00fcrzester Zeit spei\u00fcbel wurde. Aber nicht, bevor sie den Abzug der Kanone bet\u00e4tigt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kugel flog nur knapp an mir vorbei, krachte gegen das Gel\u00e4nder und zertr\u00fcmmerte einen guten Teil davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war dem Tod wirklich nur um Haaresbreite entkommen. W\u00e4hrend ich dem fliehenden Scharfsch\u00fctzen hinterherjagte, sprang die Rothaarige in Worgengestalt an mir vorbei, \u00fcbersprang eine metallene Barriere unterhalb des Turmes und landete in einer Gruppe Goblins. Ich konnte nicht weiterverfolgen, was dann passierte, denn der fliehende Scharfsch\u00fctze drehte sich mit einem Mal um und schlug mit dem Gewehrkolben nach mir. Ich hatte mit dieser Reaktion nicht gerechnet und so kam meine Abwehr einen Tick zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gewehrkolben traf mich an der Schl\u00e4fe und ich sah Sterne. Geistesgegenw\u00e4rtig griff ich in meine Tasche, holte ein kleines Papierp\u00e4ckchen hervor, das \u00e4hnlich verschlossen war wie ein Bonbon, zerdr\u00fcckte es in meiner Hand und schleuderte den herausrieselnden Pfeffer dem Goblin entgegen. W\u00e4hrend ich zur\u00fccktaumelte und mir den Sch\u00e4del hielt, im verzweifelten Bem\u00fchen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen, h\u00f6rte ich den Scharfsch\u00fctzen niesen und irgendwelche Worte in seiner Sprache sprechen, die ich nicht verstand. Sie klangen aber sicherlich nicht nach \u201eLass uns Freunde werden\u201c oder so. Vermutlich verfluchte er mich und die letzten f\u00fcnf Generationen vor mir in einem Aufwasch.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00f6rte etwas scheppern. Und als mein Blick sich endlich wieder kl\u00e4rte, sah ich das Gewehr des Goblins am Boden. Er versuchte danach blind zu greifen und kickte es dabei ungeschickt zwischen das Gel\u00e4nder in den Abgrund. Er fluchte erneut und blickte der abst\u00fcrzenden Waffe hinterher. Diese Chance nutzte ich, st\u00fcrzte vor, packte seine Beine und schob ihn selbst \u00fcber das Gel\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Goblin war viel zu \u00fcberrascht, um Gegenwehr zu leisten und verschwand in der Tiefe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich br\u00fcllte ihm noch ein <em>\u00bbHerzlich willkommen im Aufzug der Marke Kamikaze. Wir bringen sie sicher bis ganz nach unten!\u00ab<\/em> hinterher, bevor ich versuchte, meine immer noch andauernde Doppelsicht zu kl\u00e4ren, indem ich den Kopf sch\u00fcttelte. Das machte es jedoch nicht besser und ich griff mit der Hand an den dr\u00f6hnenden Sch\u00e4del. Ich sp\u00fcrte Feuchtigkeit. Als ich auf meine Fingerspitzen starrte, sah ich Blut. Zum Gl\u00fcck nicht so viel, dass es in irgendeiner Form lebensgef\u00e4hrlich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Als meine Sicht sich langsam wieder normalisierte, sah ich bereits, wie die Todespirscherin, der alte Mann, die Nachtgeborene und mittlerweile sogar die Dunkle an mir vorbeihasteten und bereits auf der dritten Br\u00fccke standen. Ich lief ihnen hinterher. Niemand stellte sich uns in den Weg, bis wir zur vierten \u00dcberquerung kamen. Hier lagen \u00fcberall verstreut Goblinleichen herum und ein kurzer Blick sagte mir, dass sie sich vermutlich gegenseitig umgebracht hatten. Als ich mich umsah, bemerkte ich eine Pandarin, die uns folgte. Ich war verwirrt. Hatte ich einen so schweren Schlag auf den Kopf bekommen, dass ich mich nicht mehr an sie als eine unserer Gef\u00e4hrtinnen erinnern konnte? Ich sagte dies laut, doch der alte Mann unterrichtete mich, dass sie die Pandarin auf dem Weg hierher getroffen hatten und sie alle das gleiche Ziel hatten. Wo bei allen D\u00e4monen war uns die denn zugelaufen, ohne dass ich es gemerkt hatte? Unsere neue Gef\u00e4hrtin war deutlich verletzt, aber immer noch wild entschlossen f\u00fcr einen Kampf, daher fragte ich gar nicht erst weiter nach.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"Kap04\">Kapitel 3 &#8211; Der Endkampf<\/h2>\n\n\n<p>Mir schwante bereits B\u00f6ses, als wir von der letzten Felsnadel einen unglaublich schiefen Singsang vernahmen. Es wurde Zeit, es zu Ende zu bringen. Ich h\u00e4tte gerne gewartet, bis wir uns wieder alle gesammelt hatten, aber die Dunkle war anderer Meinung und befahl, das sofortige weitere Vorr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nahm einen leicht anderen Weg als meine Gef\u00e4hrten, indem ich eine Treppe vermied und seitlich \u00fcber ein paar Felsen kletterte. Dadurch, so rechnete ich mir aus, k\u00f6nnte ich einen \u00dcberraschungseffekt erringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch es kam alles ein wenig anders als gedacht. Vor einem kleinen Turm sa\u00df ein Goblin, mit einem Kristall in der Hand. Um ihn herum waren \u00fcberall Pf\u00fctzen mit schwarzem Blut.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Goblin sang diese schiefen T\u00f6ne, denn von ihm ging eindeutig ein Leereneffekt aus, der mich selbst zwar nicht sehr ber\u00fchrte, aber jedoch die Nachtgeborene. Diese z\u00fcckte mit einem Mal eine Blendgranate und warf sie der Dunklen zu F\u00fc\u00dfen. Es blitzte, aber das schien die Dunkle nicht im mindesten zu interessieren. Die Todespirscherin st\u00fcrmte auf den Goblin zu, doch kurz bevor sie ihr Schwert in seine Kehle versenken konnte, stoppte sie und erstarrte zur Salzs\u00e4ule. Der alte Mann schleuderte seine Pistole nach der Nachtgeborenen und traf sie am Kopf, wodurch ein Pfeilschuss, den der Soldat auf sie abgegeben hatte, daneben ging.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu guter Letzt st\u00fcrmte noch die Pandarin auf die Nachtgeborene drauf. Sie knallten wild zusammen und kugelten die Treppe hinunter und rissen dabei noch den alten Mann mit. Es w\u00e4re fast ein am\u00fcsantes Schauspiel gewesen, wenn der Druck, den der Goblin weiter erh\u00f6hte, nicht so anstrengend w\u00e4re. Doch schlie\u00dflich konnte sich die Todespirscherin wieder bewegen und versenkte die Klinge in den Feind. Zur gleichen Zeit schoss die Dunkle einen Pfeil in den K\u00f6rper des Goblins. Dieser war sofort tot und der Druck auf den Kopf verschwand. Ich konnte wieder aufatmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich stie\u00df die Vogelelfe dazu und fand heraus, dass die Astrale, die wir h\u00e4tten befreien sollen, bereits gestorben war.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittels eines komplizierten Ger\u00e4ts konnte sie jedoch die Botschaft, die die Gefangene hinterlassen hatte, auffangen und aufschreiben. Im Turm fanden wir noch den St\u00f6rsender und schalteten diesen ab, sodass der Sch\u00f6nling uns wieder mittels Leerenriss zur\u00fcckholen konnte. Der Einsatz war ein Erfolg, wenn auch ohne die lebende Astrale, so doch wenigstens mit ihrer Information, die uns f\u00fcr die kommenden K\u00e4mpfe weiterhelfen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wir sp\u00e4ter herausfanden, waren auch die anderen Missionen erfolgreich durchgef\u00fchrt worden, wobei einige wirklich heftig Pr\u00fcgel bezogen hatten. Der Naturgeist war in St\u00fccke gerissen worden und seine Teile hatten die Astralen, die leider durch ein Portal fliehen konnten, mitgenommen und das Portal hinter sich zerst\u00f6rt. Die Hauptdrahtzieher waren entkommen und somit war die Operation nicht beendet. Es w\u00fcrden weitere Missionen anstehen, denn es musste herausgefunden werden, wohin die Astralen verschwunden waren und was sie mit dem Naturgeist anstellen wollten. Auch waren uns Informationen zugetragen worden, dass an anderer Stelle Astrale und Goblins von R.A.U.B.B.A.U.2.0 zugeschlagen hatten. Es war noch viel zu tun.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"book_footer\">Buchinformationen &amp; Anh\u00e4nge<\/h5>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-fancy su-spoiler-icon-chevron su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Total RP 3 Extended Item-Code (Klicken zum erweitern\u2026)<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix 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