{"id":5460,"date":"2026-07-08T08:43:33","date_gmt":"2026-07-08T07:43:33","guid":{"rendered":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?post_type=rcno_review&#038;p=5460"},"modified":"2026-07-08T08:43:33","modified_gmt":"2026-07-08T07:43:33","slug":"weg-der-verdammnis","status":"publish","type":"rcno_review","link":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?rcno_review=weg-der-verdammnis","title":{"rendered":"Weg der Verdammnis"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-left\">Verf\u00fchrt von verbotener Magie und getrieben von Machtgier, entfesselt Kel&#8217;Thuzad die dunklen M\u00e4chte der Nekromantie und wird zum treuesten Diener des Lichk\u00f6nigs \u2013 ein packender Abstieg in die Verdammnis.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Von einem unbekannten Autor und zusammengetragen durch Felandrius Thoridal.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Wer sich von den dunklen Pfaden der Macht verf\u00fchren l\u00e4sst, verliert sich oft selbst im Schatten seiner Ambitionen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p><em>\u201eIch fange an, dieser fortw\u00e4hrenden Bel\u00e4stigungen \u00fcberdr\u00fcssig zu werden. Ich befand mich gerade inmitten von wichtigen Studien hochempfindlicher Magie, deren Planung Wochen sorgf\u00e4ltiger Vorbereitungen und Rituale in Anspruch genommen hat.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Seine Ankl\u00e4ger hatten Kel\u2019Thuzad stundenlang warten lassen, bevor es ihm freundlicherweise genehmigt wurde, ihnen gegen\u00fcbertreten zu d\u00fcrfen. Diese Beleidigung erz\u00fcrnte ihn bis aufs \u00c4u\u00dferste.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Sprechern der Gruppe handelte es sich anscheinend um Drenden und Modera, die schon immer zwei seiner lautst\u00e4rksten Kritiker gewesen waren. Dennoch h\u00e4tten sie es niemals gewagt, die neueste Inquisition ohne das Einverst\u00e4ndnis von Antonidas durchzuf\u00fchren. Dieser war allerdings nirgendwo zu erblicken. Was hatte der alte Mann vor?<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas ist das erste Mal, dass ich Eure Art der Magie als \u201aempfindlich\u2019 bezeichnet geh\u00f6rt habe\u201c<\/em>, schnaubte Drenden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie unwissende Meinung eines ungebildeten Mannes\u201c<\/em>, erwiderte Kel\u2019Thuzad mit kalter Pr\u00e4zision.<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6tzlich sprach eine Stimme aus weiter Ferne zu ihm, die Stimme eines Freundes. Ihr Klang war ihm mittlerweile so vertraut, dass sie das Echo seiner eigenen Gedanken zu sein schien.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie f\u00fcrchten und beneiden dich. Schlie\u00dflich erschlie\u00dft sich dir dank deiner neuen Studien immer gr\u00f6\u00dferes Wissen und somit immer gr\u00f6\u00dfere Macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann zuckte ein glei\u00dfender Lichtblitz auf und ein finster dreinblickender Erzmagier erschien in der Halle. Er hatte eine kleine h\u00f6lzerne Truhe unter seinen Arm geklemmt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIch h\u00e4tte es nicht glauben k\u00f6nnen, h\u00e4tte ich es nicht mit meinen eigenen Augen gesehen. Ihr habt unsere Geduld zum letzten Male missbraucht, Kel\u2019Thuzad.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer ehrw\u00fcrdige Antonidas erweist uns also endlich die Gunst seiner Anwesenheit. Ich glaubte schon, Ihr w\u00e4ret vielleicht erkrankt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIhr f\u00fcrchtet das Alter, nicht wahr? Und dennoch m\u00fcsst Ihr Euch dessen bewusst sein, dass es unausweichlich ist.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Soll er dies nur weiterhin glauben, wenn es ihn des Nachts besser schlafen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Antonidas schien sich etwas zu beruhigen und sagte: <em>\u201eIhr h\u00e4ttet Euch keine Sorgen hinsichtlich meiner Gesundheit machen m\u00fcssen. Ich war lediglich anderenorts besch\u00e4ftigt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDamit, meine Kammern nach Beweisen verbotener Magie zu durchsuchen? Ihr h\u00e4ttet es besser wissen sollen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEs ist wohl wahr, dass Eure Kammern keinerlei solcher Beweise enthielten. Eure Lagerh\u00e4user in den Nordlanden andererseits \u2026\u201c<\/em> Antonidas warf ihm einen angewiderten Blick zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Verdammt sollte er sein, f\u00fcr seine selbstgerechte Herumschn\u00fcffelei. <em>\u201eIhr hattet keinerlei Recht \u2026\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Antonidas lie\u00df ihn verstummen, indem er mit seinem Stab auf den Boden pochte, und wandte sich den anderen Magiern zu. <em>\u201eEr hat diese Lagerh\u00e4user in Laboratorien f\u00fcr eine Reihe von abscheulichen Experimenten verwandelt. Seht selbst, werte Kollegen, seht die Fr\u00fcchte seiner Arbeit.\u201c<\/em> Er \u00f6ffnete die Truhe und hielt sie so, dass alle ihren Inhalt sehen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die verwesenden \u00dcberreste einiger Ratten befanden sich darin. Zwei bewegten sich noch m\u00fchselig, unbeholfen hoffnungslose Fluchtversuche unternehmend, an den Seiten der Truhe entlang. Einige der anwesenden Magier sprangen auf die F\u00fc\u00dfe und eine allgemeine Best\u00fcrzung machte sich breit.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst der goldhaarige Hochelf, der bisher still im Hintergrund gesessen hatte, schien erschrocken. Und das, obgleich Prinz Kael\u2019thas ein Mann war, dessen hohes Alter eine solche Regung fast unm\u00f6glich erscheinen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Kel\u2019Thuzad wandte sich den gefangenen Ratten zu und sah, dass sie zusammengebrochen waren und sich nicht mehr r\u00fchrten. Ein erneuter Fehlschlag, wie es schien.<\/p>\n\n\n\n<p>Egal \u2013 eines Tages w\u00fcrde er ein best\u00e4ndiges untotes Exemplar erschaffen, das seine harte Arbeit rechtfertigen w\u00fcrde. Es war nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zauber, der dich verstummen l\u00e4sst, enth\u00e4lt lose F\u00e4den. Soll ich dir zeigen, wie du ihn aufl\u00f6sen kannst?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit und sein unbekannter Verb\u00fcndeter, dessen geheimnisvolle Stimme ihm hin und wieder weitergeholfen hatte, lie\u00dfen ihn Schritt f\u00fcr Schritt seinem Ziel n\u00e4her r\u00fccken. Zeig es mir, dachte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine junge Frau erschien, begleitet von einem weiteren Lichtblitz. Als sie sich an Antonidas\u2019 Seite begab, folgte der Blick des Hochelfen ihr mit bewegter, nachdenklicher Intensit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Jaina Prachtmeer schenkte ihm keine Beachtung; sie war v\u00f6llig auf ihre Aufgabe konzentriert. Der gut aussehende Prinz hatte nicht den Hauch einer Chance.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre klaren, blauen Augen warfen Kel\u2019Thuzad einen neugierigen Blick zu, als sie die Truhe begutachtete. <em>\u201eMein Lehrling wird daf\u00fcr sorgen, dass die Truhe und ihr Inhalt verbrannt werden\u201c<\/em>, erkl\u00e4rte Antonidas.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frau neigte ihren Kopf leicht und teleportierte sich aus dem Raum heraus, w\u00e4hrend der Hochelf dem leeren Platz, an dem sie noch vor Kurzem gestanden hatte, einen verbitterten Blick zuwarf. Unter anderen Umst\u00e4nden h\u00e4tte Kel\u2019Thuzad das lautlose Drama vermutlich am\u00fcsant gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Antonidas konnte nun seine Tirade wieder unangefochten fortsetzen. Stumm und vor Wut kochend versuchte Kel\u2019Thuzad den Zauber abzustreifen, der ihn zum Schweigen verdammte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir haben diesen Zust\u00e4nden lange genug tatenlos zugesehen. Dann und wann haben wir ihm f\u00fcr seine fragw\u00fcrdigeren Bestrebungen eine Lehre erteilt. Wir haben versucht, ihn zu leiten. Und jetzt m\u00fcssen wir feststellen, dass er die ganze Zeit hinter unseren R\u00fccken schwarze Magie praktiziert hat. Die hiesigen Dorfbewohner fangen an, den Namen der Kirin Tor zu verfluchen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eL\u00fcgen!\u201c<\/em>, schrie Kel\u2019Thuzad heraus, und hatte sofort einige der versammelten Magier wieder auf seiner Seite. Sie hofften begierig auf eine Erkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie Bauern erinnern sich so gut wie wir an den Zweiten Krieg. Wie sehr Ihr die Orcs auch verabscheuen m\u00f6gt, Ihr k\u00f6nnt nicht leugnen, dass ihre Hexenmeister \u00fcber gro\u00dfe Macht verf\u00fcgten. Eine Macht, der wir nur wenig entgegenzusetzen hatten. Es ist unsere Pflicht, diese Form der Magie zu erlernen und zu verstehen, damit wir sie bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUm eine Armee untoter Ratten zu erschaffen, deren unnat\u00fcrliche Existenz gerade einmal Stunden w\u00e4hrt?\u201c<\/em>, fragte Antonidas in einem trockenen Tonfall.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eJa, mein Junge, ich habe auch Eure Tageb\u00fccher gefunden. Ihr habt Eure abscheulichen Experimente \u00e4u\u00dferst detailliert aufgezeichnet. Glaubt Ihr etwa ernsthaft, diese armseligen Kreaturen k\u00f6nnten etwas gegen die Orcs ausrichten? Gesetzt den Fall nat\u00fcrlich, dass sie \u00fcberhaupt jemals wieder eine Bedrohung darstellen k\u00f6nnten, sollten sie ihre momentane Lethargie abstreifen und aus den Gefangenenlagern entkommen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eBlo\u00df weil ich j\u00fcnger bin als Ihr, macht mich das noch lange nicht zum Kinde\u201c<\/em>, erwiderte Kel\u2019Thuzad. <em>\u201eDie Ratten sind lediglich der Ma\u00dfstab, an dem ich meine Fortschritte messe. Eine v\u00f6llig normale Experimentiertechnik.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Antonidas seufzte. <em>\u201eEs ist mir bewusst, dass Ihr dieser Tage den Gro\u00dfteil Eurer Zeit im Norden verbringt. Eure immer l\u00e4nger w\u00e4hrenden Abwesenheiten waren es schlie\u00dflich, die \u00fcberhaupt erst meine Aufmerksamkeit erregten. Aber selbst Euch kann es nicht entgangen sein, dass die neue Besteuerung des K\u00f6nigs zu Unruhen unter den B\u00fcrgern gef\u00fchrt hat. Eure selbsts\u00fcchtige Gier nach Macht k\u00f6nnte zu einem Aufstand f\u00fchren. Ganz Lordaeron k\u00f6nnte von einem B\u00fcrgerkrieg verschlungen werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Er hatte nichts von der Besteuerung gewusst, Antonidas \u00fcbertrieb vermutlich ma\u00dflos. Davon abgesehen sollten wahre Magier sich wichtigeren Dingen widmen. <em>\u201eIch werde in Zukunft diskreter vorgehen\u201c<\/em>, bot er z\u00e4hneknirschend an.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSelbst die gr\u00f6\u00dfte Diskretion k\u00f6nnte ein Geheimnis dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung nicht verbergen\u201c<\/em>, sagte Dendren.<\/p>\n\n\n\n<p>Modera f\u00fcgte hinzu: <em>\u201eIhr solltet selbst am besten wissen, dass wir schon immer die empfindliche Balance wahren mussten, das Volk zu besch\u00fctzen ohne dabei selbst zu einer Gefahr zu werden. Wir k\u00f6nnen es nicht riskieren, unsere Menschlichkeit zu opfern. Weder d\u00fcrfen wir diesen Anschein geben, noch d\u00fcrfen wir zulassen, dass dies tats\u00e4chlich geschehen k\u00f6nnte. Eure Methoden werden uns noch alle als Ketzer brandmarken.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das war zuviel. <em>\u201eWir werden schon seit Jahrhunderten als Ketzer gebrandmarkt. Die Kirche war noch nie mit unseren Methoden einverstanden. Aber all dem zum Trotz gibt es uns immer noch.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie nickte. <em>\u201eWeil wir uns von der schwarzen Magie fernhalten, die nur zu Korruption und Chaos f\u00fchrt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWeil sie uns brauchen!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas reicht.\u201c<\/em> Antonidas klang des Streitens \u00fcberdr\u00fcssig. Zu Modera und Drenden sagte er: <em>\u201eWenn Worte allein ihn noch erreichen k\u00f6nnten, h\u00e4tten sie dies schon lange zuvor getan.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIch habe Eure Worte geh\u00f6rt\u201c<\/em>, sagte Kel\u2019Thuzad verbittert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eG\u00fctige G\u00f6tter, ich habe sie mir so lange anh\u00f6ren m\u00fcssen, bis mir schlecht von ihnen wurde! Ihr seid es doch, die sich weigern, die meinen zu h\u00f6ren. Legt Eure veralteten \u00c4ngste ab und \u2026\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIhr scheint den Grund unserer Anwesenheit hier misszuverstehen\u201c<\/em>, unterbrach ihn Antonidas.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir sind nicht hier, um mit Euch zu diskutieren. All Eure Besitzt\u00fcmer werden genau jetzt sorgf\u00e4ltig durchsucht und s\u00e4mtliche Gegenst\u00e4nde, die von schwarzer Magie beschmutzt sind, werden konfisziert und zerst\u00f6rt werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sein namenloser Verb\u00fcndeter hatte ihn davor gewarnt, dass dieser Fall eintreten k\u00f6nnte, aber Kel\u2019Thuzad hatte es nicht wahrhaben wollen. Er f\u00fchlte eine seltsame Erleichterung dar\u00fcber, wie sich die Dinge gewendet hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bed\u00fcrfnis nach Geheimhaltung hatte ihm Beschr\u00e4nkungen auferlegt, seine Fortschritte verlangsamt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAufgrund der Beweislage\u201c<\/em>, sagte Antonidas mit schwerer Stimme, <em>\u201ehat K\u00f6nig Terenas unserem Urteil zugestimmt. Solltet Ihr Euch nicht augenblicklich von diesem Wahnsinn abwenden, werden Euch Euer Rang und Eure Besitzt\u00fcmer abgesprochen werden und Ihr werdet nicht nur aus Dalaran, nein, aus ganz Lordaeron verbannt werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kel\u2019Thuzad verbeugte sich und verlie\u00df die Halle.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Gedanken rasten. Zweifellos w\u00fcrden die Kirin Tor versuchen, diese so genannte Schande geheim zu halten, da sie die m\u00f6glichen Auswirkungen f\u00fcrchteten, sollten seine Experimente an die \u00d6ffentlichkeit dringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses eine Mal w\u00fcrde ihm ihre Feigheit zu seinem Vorteil gereichen. Seine Reicht\u00fcmer w\u00fcrden niemals an den K\u00f6nig \u00fcbergehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Rudel W\u00f6lfe verfolgte Kel\u2019Thuzad schon seit Meilen, gerade au\u00dferhalb der Reichweite seiner Zauber, bis sie endlich von ihm ablie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als er \u00fcber seine Schulter schaute, konnte er sehen, wie sie die Z\u00e4hne fletschten und mit angelegten Ohren davonrannten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise hatten die arktischen Winde mittlerweile auch nachgelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Entfernung konnte er den Gipfel ausmachen, eine kahle Bergspitze, deren Anblick ihn mit einem gro\u00dfen Triumphgef\u00fchl und Vorfreude erf\u00fcllte: Der Gipfel von Eiskrone.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenige Entdecker hatten sich diesen Gletscher empor gewagt und nur wenige von diesen hatten wiederum \u00fcberlebt, um von ihren Entdeckungen berichten zu k\u00f6nnen. Aber er, Kel\u2019Thuzad, w\u00fcrde die eisigen H\u00f6hen erklimmen und von seinem Gipfel auf den Rest der Welt herabschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungl\u00fccklicherweise existierten so gut wie keine Karten des frostigen Kontinents Nordend, und selbst die, die er gefunden hatte, waren \u00e4u\u00dferst inad\u00e4quat. \u00c4hnlich verhielt es sich mit den Vorr\u00e4ten, die er mitgebracht hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Da er weder um seinen genauen Zielort wusste, noch den Weg dorthin kannte, war seine Teleportationsmagie nutzlos und er stapfte unbeirrt weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wusste schon nicht mehr, wie lange er unterwegs war, und trotz seines Fellmantels zitterte er bitterlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Beine f\u00fchlten sich wie Steins\u00e4ulen an, starr und unbeholfen, und sein K\u00f6rper w\u00fcrde schon bald erm\u00fcden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn er nicht bald einen Unterschlupf finden w\u00fcrde, w\u00e4re sein Tod unausweichlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ersp\u00e4hte er einen Lichtfunken, der von einem steinernen Obelisken ausging, in den allerlei magische Symbole hineingeritzt waren. Hinter dem Obelisken konnte er eine Zitadelle ausmachen. Endlich hatte er sein Ziel erreicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Er rannte an dem Obelisken vorbei und passierte eine Br\u00fccke, die aus purer Energie zu bestehen schien. Die Tore der Zitadelle schwangen auf, als er sich ihnen n\u00e4herte, aber er hielt inne.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Eingang wurde von zwei grotesken Kreaturen bewacht, deren Unterk\u00f6rper dem von riesigen Spinnen glich. Sechs schmale Beine st\u00fctzten das Gewicht der Kreaturen und ihre anderen beiden Gliedma\u00dfen entsprangen Armen gleich einem menschen\u00e4hnlichen Torso.<\/p>\n\n\n\n<p>Er war allerdings weit mehr vom Zustand der Kreaturen fasziniert, als von ihnen selbst. Ihre K\u00f6rper waren von offenen Wunden \u00fcbers\u00e4t, die schlimmsten davon notd\u00fcrftig bandagiert, und die Arme der einen Wache waren unnat\u00fcrlich abgewinkelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der anderen Wache lief ein Sekret aus dem mit Fangz\u00e4hnen besetzten Maul, sie machte aber keinerlei Bem\u00fchungen, es fortzuwischen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz des \u00fcblichen Gestanks des Untodes zeigten die Wachen keinerlei Anzeichen von Verwirrtheit, ganz im Gegensatz zu Kel\u2019Thuzads Ratten. Die spinnen\u00e4hnlichen Kreaturen mussten au\u00dferdem weiterhin \u00fcber einen Gro\u00dfteil ihrer urspr\u00fcnglichen St\u00e4rke und Koordinationsf\u00e4higkeit verf\u00fcgen, ansonsten w\u00fcrden sie keine guten Wachen sein k\u00f6nnen. Ihr Erschaffer war eindeutig ein hochbegabter Nekromant.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu seiner \u00dcberraschung traten sie zur Seite, um ihn passieren zu lassen. Sein Gl\u00fcck nicht in Frage stellen wollend trat er erwartungsvoll in die Zitadelle ein, in der es deutlich w\u00e4rmer war. In dem vor ihm liegenden Gang stand eine arg mitgenommen aussehende Statue eines der Spinnenwesen. Die Zitadelle als solches schien vor nicht allzu langer Zeit erbaut worden zu sein, aber die Statue war recht alt. Jetzt, wo er dar\u00fcber nachdachte, fiel ihm wieder ein, dass er in den Ruinen auf seinem Weg nach Norden \u00e4hnliche Statuen gesehen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00e4lte musste seine Sinne abgestumpft haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Er nahm an, dass der Nekromant ein K\u00f6nigreich dieser Spinnenwesen erobert, sie in untote Sklaven verwandelt und ihre Reicht\u00fcmer als Kriegsbeute an sich gerissen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Er jubelte innerlich auf, hier w\u00fcrde er sicherlich m\u00e4chtiges Wissen erlangen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann sah er am Ende der Halle eine gigantische Kreatur n\u00e4her kommen, eine groteske Mischung aus einer Spinne und einem K\u00e4fer. Sie wankte mit bed\u00e4chtiger Geschwindigkeit auf ihn zu und er konnte sehen, dass ihr m\u00e4chtiger K\u00f6rper von noch mehr Wunden und Bandagen \u00fcbers\u00e4t war, als die der Wachen. Die Kreatur war untot, genau wie die Wachen, allerdings ver\u00e4ngstigte ihn ihre schiere Masse mehr, als dass sie ihm imponierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Er zweifelte daran, dass er \u00fcber ausreichende F\u00e4higkeiten verf\u00fcgte, ein solches Monster besiegen zu k\u00f6nnen. Davon, es von den Toten zu beschw\u00f6ren, ganz zu schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kreatur begr\u00fc\u00dfte ihn in einer tiefen Bassstimme, die in ihrem schwerf\u00e4lligen K\u00f6rper wiederzuhallen schien. Obgleich sie perfekt verst\u00e4ndliche Gemeinsprache sprach, jagte ihm der Klang ihrer Stimme einen Schauer \u00fcber den R\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Seltsame surrende und klickende Ger\u00e4usche schwangen in ihrer Stimme mit. <em>\u201eDer Meister erwartet Euch, Erzmagier. Ich bin Anub\u2019arak.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kreatur hatte sowohl die ben\u00f6tigte Intelligenz als auch die motorischen F\u00e4higkeiten, um kommunizieren zu k\u00f6nnen. Verbl\u00fcffend! <em>\u201eJa, ich m\u00f6chte sein Lehrling werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die riesige Kreatur sah schweigend auf ihn herab. M\u00f6glicherweise dachte sie dar\u00fcber nach, wie er wohl schmecken w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Er r\u00e4usperte sich nerv\u00f6s: <em>\u201eK\u00f6nnt Ihr mich zu ihm bringen?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAlles zu seiner Zeit\u201c<\/em>, brummte Anub\u2019arak. <em>\u201eBisher habt Ihr Euer Leben dem Streben nach Wissen gewidmet, ein bewundernswertes Ziel. Aber Euer Leben als Magier kann Euch nicht ausreichend darauf vorbereitet haben, dem Meister zu dienen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was konnte der Grund f\u00fcr diese Rede sein? Sah der Majordomus Kel\u2019Thuzad etwa als einen Rivalen an? Dieses Missverst\u00e4ndnis musste er schnellstm\u00f6glich aufkl\u00e4ren. <em>\u201eAls ein ehemaliges Mitglied der Kirin Tor verf\u00fcge ich \u00fcber mehr Magie, als Ihr Euch auch nur vorstellen k\u00f6nntet. Ich bin mehr als bereit, jeden Auftrag zu erf\u00fcllen, den der Meister mir auferlegt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Wir werden sehen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Anub\u2019arak f\u00fchrte ihn durch ein Gewirr von Tunneln, denen sie in die Tiefen der Erde folgten. Dann traten Kel\u2019Thuzad und sein F\u00fchrer in einen riesigen Pyramidenbau ein, dessen Name Naxxramas war, wie Anub\u2019arak ihm erkl\u00e4rte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach seiner Architektur zu urteilen, war er ein weiteres Produkt der Spinnenwesen. Die erste Kammer, die Anub\u2019arak ihm zeigte, war von Untoten bev\u00f6lkert, die sein Interesse schon nicht mehr zu wecken vermochten.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem huschten auch einige normale Spinnen, die eifrig damit besch\u00e4ftigt waren Spinnweben zu weben und Eier zu legen, zwischen den Untoten umher.<\/p>\n\n\n\n<p>Kel\u2019thuzad verbarg seinen Ekel, er wollte dem enormen Majordomus diese Befriedigung nicht g\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Er zeigte auf eines der untoten Spinnenwesen und sagte: <em>\u201eIhr seht ihnen \u00e4hnlich, stammt ihr alle vom gleichen Volk ab?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eVon dem Volk der Neruber, ja. Dann kam der Meister. Als sein Einfluss wuchs, f\u00fchrten wir Krieg gegen ihn. Wir waren dumm genug, anzunehmen, dass wir ihn besiegen k\u00f6nnten. Viele von uns fielen in diesem Krieg und wurden als untote Sklaven wiedererweckt. Zu meinen Lebzeiten war ich ein K\u00f6nig \u2013 jetzt bin ich ein Gruftlord.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAlso habt Euch als Gegenleistung f\u00fcr Unsterblichkeit damit einverstanden erkl\u00e4rt, ihm zu dienen\u201c<\/em>, dachte Kel\u2019Thuzad laut nach. Wahrhaft beeindruckend.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e\u201aEinverst\u00e4ndnis\u2019 setzt voraus, eine Wahl zu haben.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dies bedeutete, dass der Nekromant den Untoten seinen Willen aufzwingen konnte. Kel\u2019Thuzad k\u00f6nnte das erste lebende Gesch\u00f6pf sein, dass freiwillig hierher gekommen war. Etwas beunruhigt, wechselte er das Thema:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDieser Ort ist von Wesen Eurer Rasse bev\u00f6lkert, gehe ich recht in der Annahme, dass Ihr hier herrscht?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eNach meinen Tod f\u00fchrte ich meine Br\u00fcder an, um diesen Pyramidenbau f\u00fcr unseren neuen Meister zu erobern. Ich habe au\u00dferdem die Arbeiten \u00fcberwacht, die n\u00f6tig waren, um ihn seinen Bed\u00fcrfnissen anzupassen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Allerdings herrsche ich nicht \u00fcber Naxxramas, und er wird auch nicht nur von meinem Volk bewohnt. Dieser Fl\u00fcgel ist nur einer von Vieren.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDann f\u00fchrt mich weiter umher, Gruftlord, zeigt mir den Rest.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Fl\u00fcgel \u00fcbertraf Kel\u2019Thuzads k\u00fchnste Erwartungen. Er war voll von magischen Artefakten, Laboreinrichtungen und anderem Zubeh\u00f6r, gegen\u00fcber welchen sein eigenes altes Laboratorium verblasste.<\/p>\n\n\n\n<p>Riesige R\u00e4ume waren dort, die ganze Heerscharen von Hilfskr\u00e4ften beherbergen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Er sah untote Monster, die auf \u00e4u\u00dferst clevere Weise aus verschiedenen Tieren zusammengesetzt und wiederbelebt worden waren \u2013 und sogar einige untote Humanoide, die aus K\u00f6rperteilen verschiedener Menschen bestanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6rper der untoten Menschen zeigten keine Wunden. Anscheinend hatten sie, im Gegensatz zu den Nerubern, nicht gegen ihr Schicksal angek\u00e4mpft. Der Nekromant musste sie sich von einem nahen Friedhof beschafft haben. Es war weise, zu versuchen, keine Aufmerksamkeit zu erregen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirin Tor h\u00e4tten sonst sicherlich sofort eingegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bedauerlicherweise erwies sich der dritte Fl\u00fcgel als weniger interessant. Anub\u2019arak zeigte ihm eine R\u00fcstkammer und ein Areal f\u00fcr Kampftraining. Danach f\u00fchrte der Gruftlord ihn durch Kammern, die mit hunderten, nein, tausenden von verschlossenen F\u00e4ssern und Kisten angef\u00fcllt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wozu k\u00f6nnte Naxxramas solche Mengen von Vorr\u00e4ten ben\u00f6tigen? Nun ja, der Pyramidenbau musste vermutlich f\u00fcr den Fall einer Belagerung vorbereitet sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann erreichten er und Anub\u2019arak den letzten Fl\u00fcgel. Hier wuchsen in einem garten\u00e4hnlichen Gebiet gigantische Pilze, die giftige D\u00fcnste absonderten, von denen Kel\u2019Thuzad schlecht wurde. Die Erde, auf der die Pilze wuchsen, schien verseucht zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Als er n\u00e4her trat, um sie zu inspizieren, trat er auf etwas, das unter seinen Sohlen zermatschte: eine faustgro\u00dfe Kreatur die einer Made \u00e4hnelte.<\/p>\n\n\n\n<p>Er erzitterte und ging schnell weiter. Der n\u00e4chste Raum enthielt einige kleine Kessel, die mit einer blubbernden, gr\u00fcnlichen Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcllt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Neugier war trotz des abscheulichen Gestanks der Substanz geweckt und er trat einen Schritt n\u00e4her, wurde allerdings von einer massiven Klaue am weitergehen gehindert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Meister w\u00fcnscht, dass Ihr ihm lebendig dient, Eure Zeit ist noch nicht gekommen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Er hielt einen Moment den Atem an: <em>\u201eEs h\u00e4tte mich umgebracht?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEs gibt viele, die sich weigern, dem Meister lebendig zu dienen. Die Fl\u00fcssigkeit behebt dieses Problem.\u201c<\/em> Kel\u2019Thuzads verst\u00e4ndnislosen Blick bemerkend, sagte der Gruftlord: <em>\u201eKommt, ich werde es Euch demonstrieren.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Anub\u2019arak brachte ihn zu einer Zelle, in der zwei Gefangene waren. Dorfbewohner, nach ihrer Kleidung zu urteilen. Der Mann hielt die Frau in seinen Armen, sie war leichenblass und in Schwei\u00df gebadet.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide waren am Leben, obgleich die Frau ganz klar sehr krank war. Kel\u2019Thuzad warf dem Gruftlord einen beunruhigten Blick zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die verzweifelten, gl\u00e4sernen Augen der Frau fanden Kel\u2019Thuzad und leuchteten auf. <em>\u201eGnade, mein Lord! Mein Ende steht kurz bevor und ich habe gesehen, was als N\u00e4chstes geschehen wird. Ein Flammenblitz, das ist alles, worum ich Euch bitte. Lasst mich in Frieden ruhen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie hatte Angst davor, zu einer Sklavin des Nekromanten zu werden. Anub\u2019arak zufolge, hatte sie keine Wahl. Kel\u2019Thuzad wurde mulmig zumute und er wandte sich von ihr ab. Sie hatte schlie\u00dflich ohnehin nicht mehr lange zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie verlie\u00df die Umarmung des Mannes und umklammerte die Gitterst\u00e4be. <em>\u201eHabt Gnade! Wenn ihr mir schon nicht helfen wollt, bringt wenigstens meinen Mann in Sicherheit.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie begann hoffnungsverloren zu weinen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSei still, Liebste\u201c<\/em>, fl\u00fcsterte der Mann in ihr Ohr, <em>\u201eich werde dich nicht verlassen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eBringt sie zum Schweigen\u201c<\/em>, fl\u00fcsterte Kel\u2019Thuzad Anub\u2019arak scharf zu.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIhre Ger\u00e4usche verursachen Euch Unbehagen?\u201c<\/em> Mit einer blitzschnellen Bewegung streckte Anub\u2019arak eine seiner Klauen durch die Gitterst\u00e4be und stach der Frau genau ins Herz.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann lie\u00df der Gruftlord den Leichnam beil\u00e4ufig auf den Boden der Zelle fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Mann heulte gequ\u00e4lt auf. Sich seiner Erleichterung schuldig f\u00fchlend, begann Kel\u2019Thuzad sich abzuwenden, erstarrte allerdings, als er sah, was als N\u00e4chstes geschah. Ihr toter K\u00f6rper wurde auf einmal von heftigen Kr\u00e4mpfen gesch\u00fcttelt. Der m\u00e4nnliche Gefangene starrte sie schockiert an und verstummte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Haut der toten Frau \u00e4nderte ihre Farbe und nahm einen graugr\u00fcnlichen Farbton an. Die Kr\u00e4mpfe lie\u00dfen langsam nach und sie stand unsicher auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie rollte ihren Kopf von einer Seite zur anderen und erzitterte, als sie ihren Mann sah. <em>\u201eWachen, bringt diesen Mann hier heraus\u201c<\/em>, keuchte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wachen bewegten sich nicht. Sie fuhr sich st\u00f6hnend mit den Fingern durch ihre wirren, braunen Haare und Kel\u2019Thuzad konnte nun ihr Gesicht sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Adern unter ihrer Haut verdunkelten sich und ihre Augen nahmen einen wilden, irrsinnigen Ausdruck an.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Mann fragte sie unsicher: <em>\u201eLiebste, bist du in Ordnung?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein bitteres Lachen entsprang ihrer Kehle und wurde zu einem Knurren, als er einen z\u00f6gernden Schritt auf sie zuging.<em> \u201eKomm keinen Schritt n\u00e4her.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann ignorierte ihren Protest und n\u00e4herte sich ihr, aber sie stie\u00df ihn mit solcher Kraft zur Seite, dass er mit voller Wucht gegen die Gitterst\u00e4be prallte und sie benommen herabrutschte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eBleib zur\u00fcck.\u201c<\/em> Ihre Stimme entwickelte sich immer mehr zu einem kehligen Fauchen. <em>\u201eDir wehtun.\u201c<\/em> Sie schlang ihre Arme um sich und ging r\u00fcckw\u00e4rts, bis sie an die Gitterst\u00e4be am anderen Ende der Zelle stie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDir wehtun, dir wehtun\u201c<\/em>, heulte sie und etwas an der Art, wie sie es sagte, fing an, sich furchtbar falsch anzuh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht verstehend, was hier vorging, beobachte Kel\u2019Thuzad, wie sie langsam und unbeholfen mit ihrer Hand das Loch in ihrer Brust abtastete. Sie fauchte, verzog ihr Gesicht zu einer Grimasse und fing an, ihre Finger abzulecken. Dann sprang sie auf einmal blitzschnell auf ihren Mann zu, fletschte die Z\u00e4hne, holte aus und\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann schrie auf und Blut spritzte auf den Boden. Kel\u2019Thuzad zuckte zusammen und schloss seine Augen. Aber es half nicht, er konnte immer noch die furchtbaren Ger\u00e4usche h\u00f6ren. Rei\u00dfen, Zerfetzen, Schmatzen. Aber am Schlimmsten war das leise Schluchzen, das unter all den anderen Ger\u00e4uschen zu vernehmen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Er realisierte voller Grauen, dass die Frau sich auf irgendeiner Ebene ihrer Taten bewusst war, allerdings nicht mehr dagegen ank\u00e4mpfen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Von \u00dcbelkeit und Grauen ergriffen, teleportierte er sich aus Naxxramas heraus, wankte ein paar Schritte und \u00fcbergab sich. Dann ergriff er etwas unbefleckten Schnee und schrubbte sich damit seine H\u00e4nde und seinen Mund ab. Es f\u00fchlte sich an, als w\u00fcrden sie nie wieder sauber sein. Worauf hatte er sich da nur eingelassen?<\/p>\n\n\n\n<p>Seine verstreuten Gedanken nahmen nach und nach Form an. Der Nekromant war kein einfacher Gelehrter, der ein Interesse an dem allgemein als schwarze Magie verurteilten Bereich der Magie hatte. Und er plante auch nicht, sein Heim gegen eine Belagerung zu befestigen. Er produzierte gro\u00dfe Mengen einer Fl\u00fcssigkeit, die Menschen in Zombies verwandelte. Au\u00dferdem gab es in Naxxramas Unmengen von Vorr\u00e4ten, Waffen, R\u00fcstungen, Trainingsanlagen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Dies waren keine Schutzma\u00dfnahmen, es waren Kriegsvorbereitungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein pl\u00f6tzlicher Wind zog auf, begleitet von einem \u00fcberirdischen Kreischen, und eine Gruppe kalter Gespenster nahm vor ihm Form an. Er hatte vor Jahren in der violetten Zitadelle \u00fcber sie gelesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wagen Beschreibungen in den B\u00fcchern dort hatten neben ihren unklaren, durchsichtigen Formen allerdings nicht die eiskalte Bosheit in ihren Augen erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines der Gespenster schwebte auf ihn zu und fragte: <em>\u201eZweifel? Wie du sehen kannst, kann dein kleiner Trick dich nicht retten. Vor dem Meister gibt es kein Entkommen. Und selbst wenn, was k\u00f6nntest du schon ausrichten? Wohin k\u00f6nntest du fliehen? Und was noch wichtiger ist, wer w\u00fcrde dir schon Glauben schenken?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Flucht oder der Kampf. Diese beiden M\u00f6glichkeiten w\u00e4ren die heldenhafte Entscheidung gewesen. Heldenhaft, aber sinnlos. Sein Tod w\u00fcrde nichts \u00e4ndern. Indem er sich einverstanden erkl\u00e4rte, der Lehrling des Nekromanten zu werden, konnte Kel\u2019Thuzad vielleicht etwas Zeit schinden. Zeit, die er benutzen konnte, um seine eigenen F\u00e4higkeiten zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem er gen\u00fcgend Training erhalten hatte, konnte er den Nekromanten vielleicht sogar \u00fcbertreffen und auf eine g\u00fcnstige Gelegenheit warten, um \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Er nickte den Gespenstern zu: <em>\u201eNun gut, bringt mich zu ihm.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gespenster teleportierten ihn in die Zitadelle zur\u00fcck und eskortierten ihn durch eine Reihe von Hallen und R\u00e4umen, von denen Kel\u2019Thuzad genau wusste, dass er sie sich nicht einpr\u00e4gen k\u00f6nnte. Dann betraten sie endlich eine riesige H\u00f6hle tief unter der Erde, deren feuchte K\u00e4lte seine Knochen gefrieren lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum der H\u00f6hle war eine schwindelerregend hohe Felsnadel, zu der mit Schnee bedeckte Stufen hinauff\u00fchrten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gespenster und er begannen den Aufstieg. Sein Herz pochte vor Aufregung und Schrecken. Er bemerkte, dass seine Schritte immer schwerer wurden und versuchte, sich mehr zu beeilen. Seine Entschlossenheit hielt allerdings nicht lange an.<\/p>\n\n\n\n<p>Es f\u00fchlte sich an, als w\u00fcrde er von einem Gewicht herabgezogen. Seine lange Reise durch Nordend musste ihn mehr ersch\u00f6pft haben, als er angenommen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hoch \u00fcber ihm, auf der Spitze der Felsnadel, konnte er einen gro\u00dfen Kristallbrocken ausmachen. Kein Schnee haftet auf ihm und er hatte einen leichten blauen Glanz. Der Nekromant war nirgendwo zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines der Gespenster trieb ihn mit einem eiskalten Windhauch an, er war wieder langsamer geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gereizt zog er seinen Mantel enger zusammen und zwang sich dazu, die Stufen schneller zu erklimmen, obgleich es ihm immer schwerer fiel zu atmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit verging und ein pl\u00f6tzlicher Graupelhagel brachte sein Bewusstsein wieder zur\u00fcck. Er hatte, ohne sich dessen bewusst zu sein, in der Mitte der Stufen angehalten, um sich auf seinen Stab zu lehnen. Die Luft war verdorben und drohte ihn zu ersticken.<\/p>\n\n\n\n<p>Er rang nach Luft, alles was er herausbringen konnte war: <em>\u201eGebt mir einen Moment.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Eines der Gespenster hinter ihm sagte: <em>\u201eWir k\u00f6nnen nicht ruhen. Warum solltest du also?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Grimmig setze Kel\u2019Thuzad den Aufstieg fort und zog unter der wachsenden Ersch\u00f6pfung seine Schultern zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter gro\u00dfer M\u00fche hob er seinen Kopf an und sah, dass der schimmernde Kristall n\u00e4her r\u00fcckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diese Entfernung sah er wie ein gezackter Thron aus, auf dem er unscharf glaubte eine Gestalt wahrnehmen zu k\u00f6nnen. Eine sp\u00fcrbare Aura der Bedrohung ging von dem Thron aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines der Gespenster streifte ihn und veranlasste ihn zu einem erschreckten Aufschrei. Echos seines Schreis hallten durch die H\u00f6hle. Er umklammerte seinen Fellmantel mit klammen, zitternden H\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Atem stockte in seiner Kehle und er versp\u00fcrte das pl\u00f6tzliche Bed\u00fcrfnis, umzukehren und davonzulaufen. {col:000000}\u201eWo ist der Meister\u201c{\/col}, fragte er mit einer hohen, zittrigen Stimme.<\/p>\n\n\n\n<p>Keine Antwort, stattdessen peitschte ihm ein weiterer Graupelhagel entgegen. Er stolperte und schaffte es gerade so, nicht v\u00f6llig den Halt zu verlieren. Die Aura des Thrones schien mit jedem Schritt schwerer auf ihm zu lasten, seinen Kopf zum Boden hin zu dr\u00fccken, sein R\u00fcckgrat zu kr\u00fcmmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Er konnte nur noch mit M\u00fche aufrecht gehen und fiel schon bald auf die Knie.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann sprach der Nekromant zum ersten Mal direkt zu ihm, allerdings enthielt seine einst so vertraute Stimme nun keine Spur von G\u00fcte mehr. Dies soll deine erste Lektion sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hege keine Sympathie f\u00fcr dein Volk. Ganz im Gegenteil, es ist meine Absicht, diesen Planeten f\u00fcr immer von der menschlichen Rasse zu reinigen. Sei dir dessen gewiss, dass dies in meiner Macht steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die unerbittlichen Gespenster g\u00f6nnten ihm keine Rast. Bis aufs \u00c4u\u00dferste gedem\u00fctigt, lie\u00df er seinen Stab zur\u00fcck und kroch auf H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen weiter. Die Bosheit des Nekromanten strahlte auf ihn herab und dr\u00fcckte ihn tiefer in den Schnee.<\/p>\n\n\n\n<p>Kel\u2019Thuzad zitterte und wimmerte.<\/p>\n\n\n\n<p>Er hatte falsch gelegen, furchtbar falsch. Was er f\u00fchlte, war keine Ersch\u00f6pfung \u2013 es war der pure Schrecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die g\u00fcnstige Gelegenheit, auf die du hoffst, wird niemals kommen. Ich schlafe nicht und au\u00dferdem kann ich deine Gedanken so m\u00fchelos lesen wie ein Buch, wie du mittlerweile sicherlich festgestellt hast. Und du wirst mich niemals \u00fcbertreffen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein k\u00fcmmerlicher Verstand wird niemals dazu in der Lage sein, mit den M\u00e4chten umzugehen, die mir zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kel\u2019Thuzads Roben waren zerrissen und seine Beinkleider boten keinen Schutz gegen die eiskalten, rauen Felsstufen. Seine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe hinterlie\u00dfen blutige Spuren im Schnee hinter ihm, als er die letzten Stufen empor kroch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Thron strahlte eine eisige K\u00e4lte aus und war von Nebel umgeben. Ein Thron, nicht aus Kristall, sondern aus Eis.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsterblichkeit kann ein gro\u00dfer Segen sein. Sie kann auch Qualen bedeuten, wie du sie dir in deinen schlimmsten Alptr\u00e4umen nicht vorstellen k\u00f6nntest.<\/p>\n\n\n\n<p>Widersetze dich mir, und ich werde dir zeigen, was ich \u00fcber Schmerzen gelernt habe. Du wirst um deinen Tod betteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Er konnte sich dem Thron nur bis auf ein paar Meter n\u00e4hern, bis die von ihm ausgehende Aura unmenschlicher Macht und unerbittlichen Hasses ihn niederdr\u00fcckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine unsichtbare Kraft presste sein Gesicht gegen den unnachgiebigen Fels. <em>\u201eBitte \u2026\u201c<\/em>, wimmerte er, <em>\u201eBitte!\u201c<\/em> Mehr brachte er nicht heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann gab der Druck endlich nach und die Gespenster huschten hinfort. Aber er wusste, dass es keine gute Idee w\u00e4re, aufzustehen. Er bezweifelte ohnehin, dass er es k\u00f6nnte. Er konnte dem Drang nicht widerstehen, seinen Peiniger anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Plattenr\u00fcstung schien sich eher inmitten des Thrones zu befinden, als auf ihm zu sitzen. Zuerst dachte Kel\u2019Thuzad, die R\u00fcstung w\u00e4re einfach nur schwarz, aber bei n\u00e4herer Betrachtung stellte er fest, dass ihre Oberfl\u00e4che das Licht \u00fcberhaupt nicht reflektierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Je l\u00e4nger er sie anstarrte, umso mehr schien sie alles Licht und alle Hoffnung zu verschlingen und nur Wahnsinn zur\u00fcckzulassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der kunstvoll gefertigte und mit Stacheln besetzte Helm \u00e4hnelte einer Krone.<\/p>\n\n\n\n<p>Er war mit einem einzelnen, blauen Edelstein besetzt und strahlte dieselbe Leere aus wie der Rest der R\u00fcstung.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der Panzerhandschuhe umschloss ein massives Schwert, in dessen Klinge Runen einge\u00e4tzt waren. Hier gab es gro\u00dfe Macht \u2013 und unendliche Verzweiflung.<\/p>\n\n\n\n<p>Als mein Leutnant werden sich dir Macht und magische Kr\u00e4fte erschlie\u00dfen, die du dir nicht einmal in deinen k\u00fchnsten Tr\u00e4umen ausmalen kannst.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Gegenleistung wirst du mir auf ewig dienen \u2013 lebendig oder tot. Solltest du es wagen, mich zu hintergehen, werde ich dich in einen meiner geistlosen untoten Sklaven verwandeln. Du kannst deinem Schicksal nicht entkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesem spektralen Wesen zu dienen, Kel\u2019Thuzad sah es als einen Lich-K\u00f6nig an, w\u00fcrde ihm zweifellos gro\u00dfe Macht verschaffen\u2026 Und ihn bis in alle Ewigkeit verdammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber diese Einsicht kam zu sp\u00e4t, viel zu sp\u00e4t. Er konnte seiner Verdammnis nicht entkommen, denn der Tod w\u00fcrde ihm keine Erl\u00f6sung bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIch bin Euer ergebener Diener, ich schw\u00f6re es\u201c<\/em>, sagte er mit rauer Stimme.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraufhin schickte der Lich-K\u00f6nig ihm eine Vision von Naxxramas. Er konnte in schwarze Roben geh\u00fcllte Figuren sehen, die in einem weiten Kreis drau\u00dfen auf dem Gletscher standen. Ihre sichtbar von schwarzer Magie umgebenen Arme hoben und senkten sich im Rhythmus eines dr\u00f6hnenden Gesanges, den Kel\u2019Thuzad nicht zu verstehen f\u00e4hig war. Die Erde unter ihren F\u00fc\u00dfen bebte unter heftigen St\u00f6\u00dfen, doch sie erhielten den Gesang aufrecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Du wirst in die Welt hinausziehen und allen von meiner Macht verk\u00fcnden. Du sollst mein Botschafter unter den Lebenden sein und wirst eine Gruppe von Gleichgesinnten zusammenstellen, die meine Pl\u00e4ne vorantreiben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Illusion, \u00dcberredungskunst, Seuche und Waffengewalt wirst du daf\u00fcr sorgen, dass ich Azeroth mit eisernem Griff in meine Gewalt bringe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Kel\u2019Thuzads gro\u00dfem Erstaunen, fing das Eis auf einmal an sich zu verschieben und zu bersten. Dann brach die Spitze des Pyramidenbaus durch den gefrorenen Boden. Der Pyramidenbau wurde quasi durch den Erdboden hindurch in die H\u00f6he gezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in Roben geh\u00fcllten Figuren verdoppelten ihre Anstrengungen und der Pyramidenbau setzte seinen unm\u00f6glich scheinenden Aufstieg fort. Erd- und Eisbrocken wurden mit explosiver Kraft in alle Himmelsrichtungen davon geschleudert.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon bald hatte sich das gesamte Bauwerk aus der Einbindung in den Erdboden befreit.<\/p>\n\n\n\n<p>Langsam aber sicher erhob sich Naxxramas in die L\u00fcfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Und dies soll dein Gef\u00e4hrt sein.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"book_footer\">Buchinformationen &amp; Anh\u00e4nge<\/h5>\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Kurzgeschichte von Evelyn Fredericksen mit dem Titel: Weg der Verdammnis. Sie wurde zwecks der besseren Verwendbarkeit im Rollenspiel durch den zu Beginn des Buches genannten Spieler in das Format eines TRP3-Items \u00fcbertragen.\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\n<a href=\"https:\/\/worldofwarcraft.blizzard.com\/de-de\/media\/short-story\/road-to-damnation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">[Blizzard]<\/a>\n<a href=\"https:\/\/wowpedia.fandom.com\/wiki\/Road_to_Damnation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">[Wowpedia]<\/a>\n<\/p>\n\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-fancy su-spoiler-icon-chevron su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Total RP 3 Extended Item-Code (Klicken zum erweitern\u2026)<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix 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