{"id":5480,"date":"2026-07-12T17:56:58","date_gmt":"2026-07-12T16:56:58","guid":{"rendered":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?post_type=rcno_review&#038;p=5480"},"modified":"2026-07-16T19:10:33","modified_gmt":"2026-07-16T18:10:33","slug":"der-bambusschneider","status":"publish","type":"rcno_review","link":"https:\/\/Skriptorium.Stadt-Sturmwind.de\/?rcno_review=der-bambusschneider","title":{"rendered":"Der Bambusschneider"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Vor langer Zeit, lebte ein Bambusschneider mit seiner Frau, in einer alten H\u00fctte im Jadewald. Jeden Morgen ging er in den Wald, um Bambus zu schneiden. Zu Hause verarbeiteten er und seine Frau, den Bambus zu verschiedenen Dingen, welche sie auf dem Markt verkauften. Die beiden hatten nicht viel, mussten auch mal hungern und waren nicht mit eigenen Kindern gesegnet worden. Aber sie waren gl\u00fccklich miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages fiel dem Bambusschneider ein seltsam leuchtender Bambus auf. Neugierig, schnitt er vorsichtig den Bambus und konnte seinen eigenen Augen nicht trauen. Er fand in dem Bambus, ein kleines M\u00e4dchen. Gerade mal so gro\u00df wie sein eigener Daumen. Sie war das sch\u00f6nste Kind, welches er je gesehen hatte. Er nahm sie mit nach Hause. Als er zu Hause ankam, rief er nach seiner Frau: <em>\u201eMeine liebe Frau, komm und sieh dir an, was ich gefunden habe.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Er \u00f6ffnete die Pranken. Sofort begann das ganze Haus, von innen wie au\u00dfen zu strahlen. Hell wie der Mond. Seine Frau war sofort verzaubert und schlug vor: <em>\u201eWir sollten das M\u00e4dchen, Mondschein, nennen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Frau nahm ein Tuch und legte Mondschein darauf. Als sie sie bewundern wollte, wehte der Wind durchs Fenster und Mondschein flog beinahe davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Wind aufh\u00f6rte, glitt das Tuch mit dem M\u00e4dchen gen Boden. Dabei verwandelte sich das M\u00e4dchen in ein normalgro\u00dfes Pandarenbaby. Das Paar sah sich \u00fcberrascht an, ehe die beiden warm zu l\u00e4cheln begannen. <em>\u201eUnser Mondschein wird einfach wunderbar sein\u201c<\/em>, sprach die Frau des Bambusschneiders.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, ging der Bambusschneider wieder in den Wald, um Bambus zu schneiden. Pl\u00f6tzlich fand er im Bambus, kostbare und wundersch\u00f6ne Jade. Und das bei jedem Bambus, den er schnitt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als er damit nach Hause kam, wussten er und seine Frau sofort, dass dies nur wegen ihrem Mondschein sein konnte. Von da an, kehrte der Bambusschneider, jeden Tag mit einer Pranke voll kostbarer Jade heim. Bald waren die Tage der Armut vergangen und die beiden vergr\u00f6\u00dferten ihr Haus. Die drei a\u00dfen ordentlich und ihrem Mondschein musste es an nichts fehlen, um gesund und liebevoll aufzuwachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Monate vergingen und ihr Mondschein wuchs deutlich schneller als normale Kinder. So war sie schnell zu der wahrscheinlich sch\u00f6nsten Frau Pandarias herangewachsen. Mit jadefarbenden Augen, seidigem schwarzen Haar und samtweichem Fell.<\/p>\n\n\n\n<p>Die M\u00e4nner wurden nat\u00fcrlich auf sie aufmerksam. Und so begann sich der Bambusschneider Sorgen zu machen. Er k\u00f6nne seine Tochter immerhin nicht f\u00fcr immer in dem Haus behalten. Also sprach er mit seiner Frau und seiner Tochter, \u00fcber die Ehe und dass es viele Verehrer gab.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAber Vater, ich kann nicht ohne dich leben, warum willst du mich wegschicken?\u201c<\/em>, wollte Mondschein wissen. <em>\u201eOh nein, mein liebes Kind. Ich will dich nicht wegschicken. Ich liebe dich als meine Tochter, doch Liebe lehrt uns, nicht egoistisch zu sein. Ich muss dich gehen und dein eigenes Leben, leben lassen. Aber ich werde dich nie zwingen, jemanden zu heiraten. Schau dir die Bewerber aber doch mal an.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dies tat Mondschein dann auch, liebte sie ihren Vater doch zu sehr, als dass sie seiner Bitte nicht nachkommen w\u00fcrde. F\u00fcnf junge Herren kamen also zum Haus. Alle waren geradezu geblendet von ihrer Sch\u00f6nheit und sofort begannen sie zu streiten. Mondschein hob die Pfote und brachte die Herren so zum Schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWenn einer von euch etwas findet, was heller strahlt, als ich, dann werde ich ihn heiraten\u201c<\/em>, stellte sie den Herren als Aufgabe. Die Herren nickten ohne ein weiteres Wort und machten sich auf die Suche in ganz Pandaria. Doch niemand konnte etwas finden. Wochen vergingen, bis ein Meister des Tempels der Jadeschlange vorbeikam. Er fragte ebenfalls Mondschein, was er tun sollte. Auch hier gab sie die gleiche Aufgabe. Daraufhin sch\u00fcttelte der Meister den Kopf und antwortete: <em>\u201eEs vermag nichts auf dieser Welt geben, was heller strahlt als Ihr und Eure Sch\u00f6nheit.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Meister wollte gerade gehen, als Mondschein ihn bat, zu warten. <em>\u201eDann habe ich nur einen Wunsch an Euch. Respektiert meine Entscheidung, nicht heiraten zu wollen, doch seid mir stattdessen ein Freund.\u201c<\/em> Der Meister nickte und willigte ein. Und die beiden wurden beste Freunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages, wollte der Bambusschneider am Abend nach seiner Tochter sehen. Er fand sie am Fenster sitzend. <em>\u201eWarum sitzt du dort?\u201c<\/em>, fragte er mit sanfter Stimme. <em>\u201eIch habe einen Traum gehabt. Sie werden mich holen. Am f\u00fcnfundzwanzigsten diesen Monats\u201c<\/em>, antwortet Mondschein traurig. Der Bambusschneider versprach Mondschein, dass er niemals zulassen w\u00fcrde, dass sie jemand gegen ihren Willen holen w\u00fcrde. Am n\u00e4chsten Tag suchte er den Meister auf und erz\u00e4hlte ihm davon. Dieser versammelte sofort die f\u00e4higsten M\u00f6nche und K\u00e4mpfer des Tempels der Jadeschange.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Tag gekommen war, bewachten diese das Haus des Bambusschneiders. Der Meister nat\u00fcrlich ebenfalls. Als es Nacht wurde, sah der Bambusschneider zum Himmel. Das erste Mal in all der Zeit, fiel ihm auf, wie schwach der Mond doch schien. Pl\u00f6tzlich strahlte ein Licht vom Himmel und blendete alle. Eine liebliche Melodie erklang. Und eine S\u00e4nfte, getragen von winzigen, wundersch\u00f6nen Frauen, glitt in dem Licht vom Himmel hinab. Mondschein schloss ihre Augen und begann zu schweben. Der Bambusschneider und seine Frau konnten sie nicht festhalten, egal was sie versuchten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie landete knapp vor der S\u00e4nfte. Zwei der winzigen Frauen, ber\u00fchrten Mondschein mit silbern gl\u00e4nzenden Federn. Daraufhin wurde ihr Kleid, welches sie trug, l\u00e4nger und f\u00e4rbte sich strahlend wei\u00df. Ein blumiges Muster bildete sich auf dem Kleid. Mondschein \u00f6ffnete ihre Augen und ging zu ihren Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie umarmte die beiden. \u201eVater, Mutter, ihr wart so gut zu mir. Doch muss ich zu meinem Volk zur\u00fcckkehren\u201c, sprach Mondschein und deutete auf den Mond. \u201eDass der Mond so schwach leuchtet, liegt an mir. Ich bin das Mondlicht. Ohne mich ist der Mond unvollst\u00e4ndig. Ohne mich, kann der Mond die V\u00f6lker Azeroths, nicht durch die dunklen N\u00e4chte leiten\u201c, erkl\u00e4rte sie und fuhr fort. \u201eIch verschwand tags\u00fcber und verga\u00df, wer ich war. Doch nun wei\u00df ich es wieder\u201c, l\u00e4chelte Mondschein sanft.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlso musst du jetzt gehen? Wirst du uns nicht vermissen?\u201c Fragte ihre Mutter. \u201eMutter, ich werde jeden Abend zu dir kommen.\u201c Sie schenkte ihrer Mutter ein warmes L\u00e4cheln. Dann sah sie zu dem Meister. \u201eDu warst mir ein guter Freund. Ich werde dich nie vergessen\u201c, sprach sie zu ihm. \u201eUnd ich werde nie jemand oder etwas Sch\u00f6neres finden\u201c, erwiderte der Meister. Dann stieg Mondschein auf die S\u00e4nfte und flog gen Himmel. Wissend, dass sie \u00fcber alle wachen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bambusschneider wischte sich die Tr\u00e4nen aus dem Gesicht und wartete gespannt. Der Mond bekam sein Leuchten wieder und erhellte ab da an jede Nacht aufs Neue. Der Bambusschneider und seine Frau, bauten ihr Haus wieder zu der kleinen H\u00fctte um. So konnte der Mondschein durch das alte Dach scheinen. Und der Meister sa\u00df jeden Abend im Freien und schaute zum Mond hinauf, um sich freudig an all die Zeit mit seiner besten Freundin zu erinnern. Der Meister hatte nie jemand anderen geheiratet. Der Bambusschneider und seine Frau, verbrachten den Rest ihres Lebens in Frieden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">M\u00f6ge der Mond nie sein Licht verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Ende<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"book_footer\">Buchinformationen &amp; Anh\u00e4nge<\/h5>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-fancy su-spoiler-icon-chevron su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Total RP 3 Extended Item-Code (Klicken zum erweitern\u2026)<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix 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kurze pandarische Fabel \u00fcber den Tag, an dem ein Bambusschneider und seine Frau, den Mondschein in ihr Heim brachten.<\/p>\n<p>Verfasst durch Megumi Emika Izumi f\u00fcr Jung und Alt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","rcno\/author":[208],"rcno\/tag":[59,60,162],"rcno\/category":[14],"class_list":["post-5480","rcno_review","type-rcno_review","status-publish","hentry","rcno_author-megumi-emika-izumi","rcno_tag-childsbook","rcno_tag-tale","rcno_tag-pandaria","rcno_category-playerbooks"],"pbg_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"rcno-book-cover-lg":false,"rcno-book-cover-sm":false,"twentyseventeen-featured-image":false,"twentyseventeen-thumbnail-avatar":false},"pbg_author_info":{"display_name":"Das Skriptorium","author_link":"","author_img":false},"pbg_comment_info":" No 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