Das Wildfräulein

Das Wildfräulein
Das Märchen von dem Wildfräulein unter der Eiche und dem Burschen aus dem Dorf.

Ein junger Mann betrat den dichten, düsteren Wald Dunkelhains, mit Axt und Bogen bewaffnet, als er ein junges Fräulein singen hörte und dem lieblichen Geräusch der zarten Stimme folgte bis er an eine weite Lichtung ankam.
Dort fand er das Wildfräulein wieder, vor einer Eiche, groß und imposant, deren Äste wie gestählte Arme in die Höhe ragen um das Gewicht der großen Sonnensegel tragen zu können.

Das Wildfräulein saß, umringt von Fliegenpilzen auf ihrem Bett aus Moos und ließ den Gesang in ein leises Summen übergehen als es den jungen Herren erblickte. Klein von Gestalt, mit langem Feuerhaar, welches ihre eigene Körpergröße um einiges an Länge überschritt und lose um ihren Leib geschlungen war, als würde es ein Kleid bilden.

Der Junge stand vor dem Wildfräulein und sprach mit zurückhaltender Stimme, dass sie doch von ihrem Bett aus Moos aufstehen möge um ihn in das Dorf zu begleiten. Der Wald war zu gefährlich und düster für eine zarte Blüte ihrer Art. Das Wildfräulein aber schüttelte lediglich den Kopf und lächelte ihm in sinnlichster Wonne zu.

“Ich kann diesen Ort nicht verlassen. Gebunden bin ich an meine Eiche, mehr als an des Dorfes Leute. Niemals werde ich sie verlassen. Nicht in Jahren, Stunden, gar heute.”- sprach das Weiblein und schloss die Augen, nur um den Jungen mit weiteren Worten an taube Ohren stoßen zu lassen. Gebrochen machte sich der junge Herr wieder auf in das Dorf, in Gedanken bei dem Feuerhaar. Grübelnd vergingen die Stunden, in denen sich jeder Sinn nur um das Wildfräulein wand.

Am nächsten Morgen griff der junge Herr Axt wie Jagdbogen und kleidete sich in feinen Zwirn, zu holen seine Zukünftige aus dem düsteren Wald, hin zu sich in das bescheidene Dorf. So ging er los voller Tatendrang und suchte das Wildfräulein auf, umringt von Fliegenpilzen und gebettet auf Moos unter der alten Eiche.

“Ich werde dich mitnehmen, Wildfräulein. Kein sylvanes Wesen, auch nicht die Eiche, werden dich mir vorenthalten.”- sprach der Jüngling und begann, begleitet von den stummen Tränen des Feuerhaars die alte Eiche zu fällen. Mit jedem Schlag schien mehr und mehr etwas in dem Wildfräulein zu sterben, bis ihr Teint der Bleiche wich.

Unbewusst seiner Gräueltat lächelte der Jüngling das zarte Weiblein an und ergriff ihre Hand um sie mit sich zu führen, hinweg von ihren Fliegenpilzen, hinweg von ihrem Bett aus Moos, durch den düstersten Wald, in Richtung des Dorfes.

Kaum war der mühselige Weg getan, erschlaffte der Griff des Wildfräuleins und das junge Fräulein sank zu Boden und ging letztendlich nieder.
Unter dem entsetzten Blick des Jünglings verwelkte die zarte Gestalt, wie ein Blümlein das man achtlos vom Wegesrand stahl, ohne ihm Zeit zu geben seine volle Schönheit zu entfalten. Alles was blieb, war Glut in den Augen des Jünglings und ein Pfad aus Rosen der dem Weg des Feuerhaars folgte.

Dem Jüngling wurde klar, dass er niemals hätte aus dem Walde bringen dürfen, was nie dazu bestimmt war jenen zu verlassen.


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